Android-Smartphones: Weitere Sicherheitslücke entdeckt - DER SPIEGEL
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Android-Sicherheitslücke Wenn das Handy nicht mehr klingelt

Sicherheitsforscher warnen erneut vor einer Android-Schwachstelle. Die Lücke soll es Angreifern ermöglichen, wichtige Smartphone-Funktionen zu blockieren. Auch aktuelle Android-Versionen sind betroffen.
Android-Maskottchen: Erneutes Sicherheitsproblem bei Googles Betriebssystem
Android-Maskottchen: Erneutes Sicherheitsproblem bei Googles Betriebssystem

Android-Maskottchen: Erneutes Sicherheitsproblem bei Googles Betriebssystem

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Sicherheitsforscher haben in Googles Handy-Betriebssystem Android eine weitere Lücke entdeckt. Der japanischen IT-Firma Trend Micro zufolge können Hacker über eine präparierte App oder Website das Smartphone komplett lahmlegen. Betroffen seien Geräte mit Android-Versionen von 4.3 bis 5.1.1, das sind Google-Angaben zufolge mehr als die Hälfte aller Android-Geräte .

Der Angriff erfolge über den sogenannten Mediaserver, so die Sicherheitsforscher. Öffnet der Nutzer über den Browser eine präparierte Videodatei oder installiert er eine schadhafte App, könne das dazu führen, dass bestimmte Funktionen des Smartphones blockiert werden. So sei es etwa unmöglich, Anrufe oder Benachrichtigungen zu empfangen. Befindet sich das Gerät im Sperrmodus, könne es nicht mehr entriegelt werden. Unter bestimmten Umständen werde das Smartphone sogar dauerhaft unbrauchbar.

Die Lücke könnte für Online-Betrüger, die mit Erpressersoftware arbeiten, zu einer Goldgrube werden", warnt Trend-Micro-Pressesprecher Udo Schneider. Zum Schutz gegen die Schwachstelle rät die Firma Nutzern davon ab, unbekannte Webadressen anzuklicken oder Apps zweifelhafter Herkunft zu installieren.

Google stuft die Gefahr der Lücke als gering ein. "Derzeit gibt es keine Hinweise auf einen entstandenen Schaden", teilt das Unternehmen mit. Das einzige Risiko sehe man in einer vorübergehenden Störung der Media-Player auf dem betroffenen Gerät. Kommt es zu einer solchen Störung, empfiehlt Google, die entsprechende App zu deinstallieren. Offen bleibt, wie das funktioniert, wenn die Trend-Micro-Erkenntnisse zutreffen und das Smartphone nicht mehr reagiert.

Mit der neuen Sicherheitslücke dürfte der Mediaserver von Android bei Google weiter in den Fokus rücken. Erst Anfang dieser Woche war Stagefright bekannt geworden, eine schwere Sicherheitslücke im Videoverabeitungstool. Ein Update gegen Stagefright hat Google bereits an die Hersteller ausgeliefert, das von Trend Micro entdeckte Problem soll mit der nächsten Android-Version beseitigt werden.

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mos