Neue Gadgets: 3D-Drucker Micro, Open-Source-Computer Novena, Gamebuino - DER SPIEGEL
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Neue Gadgets Große Nachfrage nach kleinem 3D-Drucker

Ein kleiner und preiswerter 3D-Drucker - für diese Idee kam bei Kickstarter schnell eine halbe Million Dollar zusammen. Außerdem in der Gadget-Schau von neuerdings.com: ein Retro-Handheld und ein Open-Source-Computer.
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3D-Drucker Micro: 50.000 Dollar in elf Minuten

3D-Drucker Micro: 50.000 Dollar in elf Minuten

Das Kampagnenziel von mindestens 50.000 Dollar für den 3D-Drucker Micro war innerhalb von gerade mal elf Minuten erreicht. Nach nicht einmal zwölf Stunden war bereits eine halbe Million Dollar zusammen - dieser Blitzstart ist wohl neuer Kickstarter-Rekord.

Alles in allem ist es um das Thema 3D-Drucker etwas ruhiger geworden. Aber der Micro traf wohl vor allem mit seinem niedrigen "Early Bird"-Preis einen Nerv: Wer schnell war, konnte ihn für gerade einmal 199 Dollar bekommen. Aktuell liegt der günstigste Preis bei 299 Dollar, plus Steuern und Versand. Dabei kommt der Micro nicht wie mancher Konkurrent als Bausatz daher, sondern soll in kürzester Zeit einsatzbereit und auch leicht zu bedienen sein. Außerdem soll er der leiseste und energieeffizienteste 3D-Drucker sein.

Den geringen Preis erzielen die Macher natürlich vor allem dadurch, dass der Drucker erheblich kompakter ist als teurere Konkurrenten und damit auch nur entsprechend kleinere Gegenstände herstellen kann: Die Basis kann 109 mal 113 Millimeter groß sein, bis zu 116 Millimeter Höhe sind möglich. Oberhalb von 74 Millimeter verkleinert sich die Druckfläche auf 91 mal 84 Millimeter. Hier stellt der Micro also keine neuen Rekorde auf.

Bereits ab August 2014 sollen die Micros ausgeliefert werden, sofern das Team seinen Zeitplan einhalten kann. Bis zum März 2015 zieht sich dann die Auslieferung aller Geräte an alle Kickstarter-Unterstützer. (Jan Tißler)

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Gamebuino: Retro-Handheldkonsole auf Arduino-Basis

Gamebuino: Bei Bedarf lässt er sich erweitern und verändern

Gamebuino: Bei Bedarf lässt er sich erweitern und verändern

Der Gamebuino klingt nicht nur dem Namen nach verdächtig nach "Gameboy", er sieht auch ganz ähnlich aus. Er funktioniert auf Basis von Arduino und richtet sich vor allem an solche Interessenten, die gern selbst Spiele entwickeln wollen. Das soll auf der Handheld-Konsole im 8-Bit-Retrostyle nämlich ganz einfach sein.

Eigentlich hatte der Franzose Aurélien Rodot nur für sich selbst die Handheld-Spielkonsole gebaut, ein Wochenendprojekt ohne weitere Ambitionen. Er bekam allerdings viele Rückfragen von Leuten, die das Gerät nachbauen wollten und dabei Schwierigkeiten hatten. So kam er schließlich darauf, die Idee zu verbessern und ein Crowdfunding-Projekt zu starten.

Eine Plattform für angehende Spiele-Entwickler

Der Gamebuino kommt bereits vollständig zusammengebaut bei den Unterstützern an, doch sein Bauplan ist ganz im Sinne von Open-Source-Hardware offengelegt. Bei Bedarf soll man ihn daher entsprechend erweitern und verändern können. Schon von Haus aus lässt er sich via Modul beispielsweise um einen Beschleunigungssensor oder um eine Drahtlosverbindung ergänzen. Es lassen sich auch mehrere Gamebuinos miteinander verbinden, so dass man gegeneinander spielen kann.

In der Hauptsache geht es Aurélien Rodot aber darum, eine Plattform für angehende Spiele-Entwickler zu schaffen und generell für all jene, die schlichtweg gern wissen möchten, wie so etwas eigentlich funktioniert. Mit nur geringen Programmierkenntnissen soll man im Handumdrehen eigene Spiele umsetzen können. Auf der Website Gamebuino.com  finden sich die dazu notwendigen Informationen sowie ein Forum.

Und der Gamebuino kostet kein Vermögen: Gerade einmal 35 Euro muss man für ihn zahlen, inklusive Versand. Der Macher erklärt, er mache damit keinen Cent Gewinn. Die Crowdfunding-Aktion läuft noch bis zum 28. April. (Jan Tißler)

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Novena: Geekiger Open-Source-Computer

Novena: Der Laptop wird leider ohne Tastatur geliefert

Novena: Der Laptop wird leider ohne Tastatur geliefert

Novena ist ein Open-Source-Computer, den zwei Tüftler aus Singapur selbst zusammenstecken und der dank einer Vielfalt an Komponenten verschiedener Hersteller vom Radar der Geheimdienste verschwinden soll. Noch im Januar hatten die beiden Gründer nicht viel mehr vorzuweisen als den ersten, sehr klobigen Prototypen des Open-Source-Laptops, der nerdig ohne Gehäuse daherkam.

Seitdem hat sich einiges getan: Es gibt ansprechende Gehäuse für das Projekt, die Wahl zwischen einer Laptop- und einer Desktop-Version und die Möglichkeit, eins der Geräte via Crowdfunding zu unterstützen und vorzubestellen.

Der Novena ist laut dem Crowdfunding-Projekt ein 64-Bit-System mit einem Quadcore-Prozessor Cortex A9 mit 1,2 GHz, wie er auch in modernen Smartphones vorkommt. 4 GB RAM sind drin, eine Micro-SD-Karte mit 4 GB Speicher und einem vorinstallierten Debian-Linux liegt bei. Das Display ist 13,3 Zoll groß und hat eine Full-HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Pixel. Es soll eine SSD mit einem stolzen Fassungsvermögen von 240 GB geben.

Ein hoher Preis, um unter dem Radar der NSA zu fliegen

Die Laptop-Einheit verfügt zusätzlich über einen Akku mit einer Ladekapazität von 3000 mAh - was für einen Laptop nicht gerade viel ist. Dafür soll er über eine integrierte Energiespartechnik verfügen. Aus Spaß haben die Macher gleich zwei Ethernet-Ports eingebaut, es gibt zwei USB-Schnittstellen und viele weitere Anschlüsse.

Doch all das hat seinen Preis. Will man nur das Board, zahlt man inklusive Lieferung umgerechnet 384 Euro. Der Novena Desktop würde mit 866 Euro zu Buche schlagen, der Standard-Laptop mit 1446 Euro. Bei beiden Varianten liefert Novena keine Tastatur mit, aus dem fadenscheinigen Grund, jeder verwende am liebsten seine eigene Tastatur.

Wer das nötige Kleingeld hat, kann für umgerechnet 3625 Euro auch die Luxus-Version im edlen Holzgehäuse erwerben. Alle Geräte sollen erst um Ende des Jahres verschickt werden.

Wer sich für einen Novena-Rechner interessiert oder das Projekt unterstützen möchte, hat dafür noch bis zum 18. Mai Zeit. Die Crowdfunding-Aktion läuft auf der eher weniger bekannten Plattform Crowdsupply. (Jürgen Vielmeier)

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Foto: SPIEGEL ONLINE