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Neue Gadgets Dieses Obst macht Musik

Klavierspielen auf Gurken, Posaune auf einem Gartenschlauch: Mit dem Mini-Synthesizer Ototo soll man auf Alltagsgegenständen musizieren. Das und mehr in der Technikschau von neuerdings.com.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Foto: Dentaku

Die Erfinder von Ototo haben einen Synthesizer entwickelt, für den man keine Klaviatur braucht. Statt mit normalen Tasten kann man den kleinen Klangerzeuger mit allem spielen, was irgendwie elektrisch leitfähig ist - von Obst über Wasser bis hin zur Alufolie.

Über einen Lautsprecher kann man die so erzeugte Musik sofort hören. Alternativ steht ein Kopfhöreranschluss bereit. Die Stromversorgung kann über zwei Batterien oder den USB-Anschluss erfolgen. Außerdem hat das Gerät Anschlussbuchsen für verschiedene Sensoren, die ebenfalls zur Steuerung der Musik genutzt werden können.

Unter dem Namen "Rotation" bekommt man beispielsweise ein Potentiometer, das den aktuellen Sound verändert. Bei "Light" handelt es sich um einen Lichtsensor, der den Ton abhängig vom Lichteinfall manipuliert. Mit "Slider" darf der Sound mittels eines weiteren Potentiometers verändert werden. Hinzu gesellen sich "Touch Strip" (für gruselige Sounds), "Force" (drucksensitiver Schalter), "Breath" (Atemsensor) und "Joystick" (eine Art Analogstick).

Durch Kombination dieser Sensoren sollen zahlreiche Instrumente denkbar sein, sofern man genügend Kreativität für deren Bau mitbringt.

Mehr Möglichkeiten

Ototo hält sich an die üblichen Konventionen, die für Musiker von Relevanz sind. Das fertige Musikinstrument kann ein MIDI-Controller sein, um Melodien mit dem Computer aufzunehmen. Software wie Ableton Live oder Apples Garageband werden unterstützt. Und dank Open-Source-Basis kann man die Hardware eigenen Vorstellungen anpassen.

Wenn die Finanzierung bei Kickstarter erfolgreich verläuft, sollen die ersten Ototo-Pakete im Juni 2014 ausgeliefert werden. Eine Ototo-Platine kostet umgerechnet rund 55 Euro, ein Set aus Platine und allen sieben Sensoren sowie Zubehör kostet 145 Euro. (Sven Wernicke)

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Pedal Power Big Rig - Jeder sein eigenes Kraftwerk

Foto: Pedal Power

Über eine Milliarde Fahrräder gibt es auf der Welt, so liest man auf der Homepage von Pedal Power. Die nahezu perfekte Energieausbeute, die man durch Muskelkraft, Übersetzung und Pedale erzielen kann, sollte man doch für mehr einsetzen als nur für die Fortbewegung, finden die Firmen-Gründer Andy und Steve.

Dabei ist die Idee, Muskelkraft als Antrieb zu verwenden, nicht neu: Schon Omas Nähmaschinen wurden per Fußwippe angetrieben. Aber das Pedal Power Big Rig ist eine ganz andere Nummer. Die multifunktionale Arbeitsstation ermöglicht es, mit Pedalen und Schwungradtechnik eine Leistung von einer Drittel Pferdestärke (circa 245 Watt) zu erzeugen, mit Spitzen von bis zu einem PS (735 Watt). Das erfordert aber sportlichen Einsatz. Ein durchschnittlicher Erwachsener soll immerhin 100 Watt erzeugen und 19 Liter Wasser pro Minute pumpen können.

Mit der Pedal Power Big Rig wurden schon elektrische Generatoren betrieben, Wasserpumpen, Küchengeräte, Kompressoren und hydraulische Pressen.

Big Rig besteht aus einem Stahlrahmen, einem verstellbaren Sitz und einer Arbeitsplatte. Durch die viele Handarbeit ist das kleine Kraftwerk aber leider recht teuer: umgerechnet fast 1500 Euro plus Versand. Die kleinere Basiseinheit Pedal Genny kostet immerhin noch knapp 480 Euro.

Die Idee der unabhängigen Energieerzeugung stößt offenbar auf Sympathie. Bei ihrer erfolgreich abgeschlossenen Kickstarter-Kampagne haben die beiden Entwickler das Dreifache der gewünschten Summe eingenommen. (Frank Müller)

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True Love Tester - Dieser BH öffnet sich nur bei wahrer Liebe

Foto: Ravijour/ YouTube

In Japan will man einen Algorithmus entwickelt haben, der am Herzschlag erkennt, ob jemand verliebt oder nur aufgeregt ist. Ein dazu passendes Gadget gibt schon: einen BH, der sich bei echter Liebe automatisch öffnen soll - aber auch nur dann.

Technisch gesehen funktioniert das über einen Pulsmesser, der in einem der BH-Körbchen untergebracht ist. Die Herzfrequenz wird via Bluetooth an ein Smartphone übertragen, die Daten dort ausgewertet. Diagnostiziert die entsprechende App daraus wahre Liebe, schickt sie ein Signal zum Öffnen an den BH. Dabei soll die App differenzieren können, ob seine Trägerin gerade Sport treibt, sich freut, einen Horrorfilm oder tatsächlich Gefühle für ihren Partner empfindet.

Das Ganze ist natürlich nicht bierenst zu nehmen. Wie sollte das in der Praxis auch funktionieren? Was wäre denn, wenn man dem Schwarm, in den man verliebt ist, eben nicht im heimischen Schlafzimmer begegnet, sondern im überfüllten Supermarkt? Kann der BH wirklich bloße Attraktion von Liebe unterscheiden?

Ohnehin ist ungewiss, ob es den True Love Tester jemals zu kaufen geben wird. Mehr als ein Spaß scheint er nicht zu sein - Ravijour, ein junger Hersteller für Unterwäsche, feiert damit seinen zehnten Geburtstag. (Jürgen Vielmeier)

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