Neue Gadgets So machen Sie Ihr Fahrrad zum E-Bike
Fertig gebastelt: Ein mit dem Kit zum E-Bike aufgerüstetes Fahrrad
Foto: Micah TollE-Bikes sind meistens sehr viel teurer als ein rein per Muskelkraft angetriebenes Fahrrad. Das Barak Electric Bicycle Conversion Kit ist dabei nicht das erste Projekt, das sozusagen eine Zwischenlösung verspricht: Man nehme ein vorhandenes Fahrrad und rüste es zum E-Bike auf. Prominentes Beispiel ist das motorbetriebene Copenhagen Wheel, das man für rund 660 Euro inklusive Versand vorbestellen kann.
Die gleiche Idee steckt hinter FlyKly, ebenfalls vorbestellbar. Und dann ist da noch der Rubbee-Elektromotor: Er soll das Rad über den Reifen antreiben, ist bereits lieferbar, kostet aber umgerechnet satte 940 Euro inklusive Versand.
Das hier vorgestellte E-Bike-Kit besteht aus einem Rad mit Motor, einem Akku, einer Kontrolleinheit sowie einem Hebel zur Steuerung des Motors. Die Räder gibt es in zwei Größen, die für Klappräder (20 Zoll) und normalgroße Räder (26 Zoll) gedacht sind. Außerdem kann man zwischen zwei Motorstärken wählen.
Die Preise beginnen bei umgerechnet rund 580 Euro inklusive internationalem Versand. Bereits im Dezember 2014 soll das Kit ausgeliefert werden. In Sachen Reichweite bewegen sich die Modelle zwischen 32 und 49 Kilometern pro Akkuladung. Es dauert etwa drei Stunden, die Batterie aufzuladen. Geschwindigkeiten um die 30 km/h sollen erreicht werden können.
Schade ist allerdings, dass der internationale Versand so teuer ist: Allein rund 140 Euro gehen dafür drauf. (Jan Tißler)
Touchpico: Mini-Projektor verwandelt Wand in riesigen Touchscreen
Nicht allein Beamer, sondern auch Bewegungs- und Touchscreen-Steuerung
Foto: TouchPicoBeamer auf kleinstem Raum - heutzutage gibt es diverse Hersteller, die solche Geräte anbieten. Pico-Projektoren bringen bewegte Bilder zum Beispiel vom Smartphone direkt auf eine Wand, an die Decke oder Projektionsfläche - das ist im Jahr 2014 wirklich keine Sensation mehr und bezahlbar. Beim TouchPico ist aber einiges anders. Denn ganz so winzig ist dieses Gerät nicht, da in dem Gehäuse noch ein Android-basierter Rechner steckt. Der dient beispielsweise dazu, der Wand, auf dem beispielsweise ein Spiel läuft, Interaktion zu spendieren.
Ein Touchscreen für die Wand
Interaktion? Eine Art Bewegungs- und Touchscreen-Steuerung versprechen die Schöpfer des TouchPico durch einen speziellen Infrarot-Stylus, der zu dem Beamer gehört. Eingaben mit diesem soll der Projektor lesen und auswerten können. Die gesamte Projektionsfläche von bis zu 80 Zoll (maximale Auflösung: 854 mal 480 Pixel) kann hier also zur Eingabe genutzt werden - Stift vorausgesetzt.
Damit seien zahllose Einsatzmöglichkeiten denkbar, heißt es: Nicht nur fürs Spielen sei TouchPico geeignet, sondern auch für Präsentationen auf der Arbeit, für kreative Dinge oder gar für sportliche Ertüchtigungen.
Letztlich ist TouchPico auch ein Android-Gerät mit Zugriff auf Google Play. Es heißt, man könne sich wie gewohnt Apps herunterladen und diese an der Wand betrachten beziehungsweise mit dem Stylus verwenden. Alternativ streamt man Inhalte vom PC oder Mac zum Androidbeamer. Ein HDMI-Eingang, Speaker, ein SD-Speicherkartenslot und Android 4.x sind mit dabei. Die Standard-Ausführung des TouchPico soll eine Lampe mit 80 Lumen besitzen (maximal 20.000h), eine Pro-Variante soll bis zu 400 Lumen erhalten - sofern das auf kleinstem Raum technisch realisierbar ist.
Auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo ist TouchPico längst finanziert, die anvisierten 55.000 Dollar wurden schnell geknackt. Ein Gerät soll für die ersten Mitfinanzierer 349 Dollar kosten, später regulär 499 Dollar. (Sven Wernicke)
The Hug: Helfer beim Wassertrinken
Telefonische Ermahnung: Jetzt trinken!
Wer genug Wasser trinkt, ist fitter und bleibt fitter - so könnte man grob gesprochen die Argumentationslinie zusammenfassen, um die es beim Kickstarter-Projekt The Hug geht. Eigentlich doch ganz einfach, oder? Aber wir überforderten Erste-Welt-Menschen vergessen das schon mal schnell. Anstatt uns darauf zu trainieren, ausreichend Wasser zu trinken, sollen wir jetzt also Geld für ein Gadget inklusive entsprechender App ausgeben.
Im Grunde sieht The Hug wie ein Fitnesstracker für Wasserflaschen aus - und im Prinzip ist es das auch. Den Sensor befestigt man an einer Trinkflasche der eigenen Wahl. Man kann das Band an Flaschen mit etwa 55 bis 80 mm Durchmesser sowie zwischen 400 und 750 ml Füllmenge befestigen. Das Material spielt dabei keine Rolle. Dank des integrierten Beschleunigungssensors soll das Gerät indirekt messen können, sobald man etwas trinkt und auch wie viel. Die Macher versprechen, dass ihr Sensor und die App aus dem Trinkverhalten des Nutzers lernen und die Schätzungen so mit der Zeit besser werden.
Die App gibt es erst mal nur für iOS
Die App soll dabei nicht nur die Daten erfassen und visualisieren, sondern auch konkrete Tipps parat haben. So gibt man als Nutzer Daten wie Alter und Gewicht an, woraus der grundlegende Flüssigkeitsbedarf berechnet werden soll. Zudem soll die App auch den aktuellen Standort und die Temperatur mit einbeziehen: Ist es wärmer, muss man schließlich mehr trinken. Trinkt man zu wenig, bekommt man eine Benachrichtigung auf dem Smartphone, und im Sensorband selbst leuchtet außerdem eine LED auf.
Eine schlechte Nachricht für dehydrierte Android-Nutzer: The Hug gibt es zunächst nur für iOS. Der Grund ist bekannt: Der Sensor funkt zum Smartphone über das stromsparende Bluetooth LE, und diesen Trend hat Google sehr lange verschlafen. Bei Apple unterstützt es hingegen sogar das inzwischen drei Jahre alte iPhone 4S.
Die kleine Gesundheitshilfe ist übrigens nicht billig: Umgerechnet gut 61 Euro soll man via Kickstarter vorschießen, um einen Trinkhelfer inklusive Versand zu bekommen. Im März 2015 wollen die Macher liefern können, sofern sie die erhofften 34.000 Dollar bis Anfang September zusammenbekommen. (Jan Tißler)