Neue Gadgets: Drucker Stack, Drohne Flirtey und Dashcam Gembird - DER SPIEGEL
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Neue Gadgets Dieser Drucker braucht kein Papierfach

Der Drucker Stack arbeitet sich direkt durch den Papierstapel, auf dem er steht. Weitere Gadgets in der Technikschau von neuerdings.com: eine Drohne, die Bücher liefert, und eine Mini-Kamera für die Windschutzscheibe.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Drucker Stack: Das Gerät arbeitet sich durch den Papierstapel

Drucker Stack: Das Gerät arbeitet sich durch den Papierstapel

Foto: ECAL/ Mugi Yamamoto

Das größte Bauteil heutiger Drucker ist das Papierfach. Also warum nicht darauf verzichten, dachte sich Mugi Yamamoto, Student an der Kunsthochschule ECAL in Lausanne. Er entwarf Stack, einen kuriosen Drucker, den man einfach auf einen Papierstapel setzt und der sich Blatt für Blatt nach unten arbeitet. Die Blätter werden unten angesaugt, bedruckt und oben ausgegeben.

Das Gerät ist Yamamotos Beitrag zum diesjährigen James Dyson Award  und war seine Diplomarbeit. Die Idee kam ihm nach eigenen Angaben als Student, als er in einem kleinen Zimmer wohnte und keinen Platz für einen großen Drucker hatte. Also untersuchte er mehrere Drucker und versuchte, die jeweils kleinsten Bauteile für seinen Nachbau zu beschaffen. Ergebnis war der Tintenstrahldrucker Stack.

Kritiker dürften allerdings einige Haare in der Suppe finden. Einen Papierstapel braucht der Stack ja trotzdem, selbst wenn er kein eigenes Papierfach hat. Zählt man den Stapel mit, ist er auch nicht mehr viel kleiner als moderne Drucker. Unter solchen Geräten gibt es bereits einige Kompaktdrucker, die auf einem Schreibtisch kaum auffallen. Und nicht zuletzt interessiert uns natürlich auch, ob das so überhaupt funktioniert. Was ist, wenn der Stapel nicht gerade, sondern verschoben ist oder zwei Seiten aneinanderkleben? Kann der Stack durch seine Funktionsweise beim Thema Geschwindigkeit überhaupt mit heutigen Druckern mithalten?

Kurios aber ist er auf jeden Fall, der Stack. Und die Idee hat etwas Meditatives: Man sieht, wie viel Arbeit man erledigt, wenn der Stapel immer kleiner wird. (Jürgen Vielmeier)

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Flirtey: Wackelige Drohne soll Bücher liefern

Flirtey-Drohne: Bücher sollen binnen Minuten ausgeliefert werden

Flirtey-Drohne: Bücher sollen binnen Minuten ausgeliefert werden

Der australische Buchversand Zookal will in einer Testphase Bücher per Drohne ausliefern. Dafür verantwortlich ist das Joint Venture Flirtey , dessen Gründer Ahmed Haider und Matthew Sweeny versprechen: Die Bücher sollen binnen Minuten ausgeliefert werden und der Versandflug dabei ab 80 australischen Cent (0,56 Euro) zu haben sein - im Vergleich zu etwa acht Dollar für eine Lieferung am gleichen Tag per Spedition. Umweltfreundlicher sei die Drohne dabei auch noch.

In einem PR-Video stellen sich die beiden Gründer einigen Fragen, aber leider nicht allen. So bleibt unklar, wie die Drohne eigentlich genau navigiert, wenn sie offensichtlich nicht von Menschen gesteuert werden soll.

Die Drohne soll sich via GPS mit dem Smartphone des Käufers verbinden und die Lieferung dort ablegen, wo er sich gerade befindet. Aber woher weiß die Drohne, wo der Eingang eines Hauses ist? Was ist, wenn der Kunde in einem mehrstöckigen Gebäude wohnt? Wie stellt die Drohne sicher, dass sie das Paket an den richtigen Kunden ausgeliefert hat? Was ist, wenn die Drohne unterwegs abgefangen wird?

Hindernissen zumindest sollen die Flirtey-Drohnen ausweichen können. Auf eine eingebaute Kamera wird aus rechtlichen Gründen verzichtet - denn das ist in Australien verboten. Noch hat Flirtey nicht die Genehmigung der australischen Behörden erlangt, man durchläuft gerade den Zertifizierungsprozess. Dann aber stünde dem Projekt - anders als etwa in Deutschland und den USA - rechtlich nichts mehr im Wege.

Und technisch? Die Drohne, die die Flirtey-Gründer in dem Video zeigen, sieht eher wackelig aus. Schwer vorstellbar, dass sie bei starkem Wind oder Regen noch einwandfrei funktioniert. Immerhin: Sollten einer oder mehrere der sechs Rotoren ausfallen, kann die Drohne immer noch weiterfliegen. Und an flugfähigen Drohnen auch unter Last mangelt es eigentlich nicht. Zur Not müsste das Projekt auf andere Modelle ausweichen. (Jürgen Vielmeier)

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Gembird DCAM-005 Dashcam: Kamera für den Straßenverkehr

Gembird DCAM-005 Dashcam: Unfallbilder werden automatisch gespeichert

Gembird DCAM-005 Dashcam: Unfallbilder werden automatisch gespeichert

Foto: Gembird

Die Gembird DCAM-005 Dashcam ist eine HD-Kamera, die per Saugnapf an der Windschutzscheibe befestigt wird und sich einschaltet, sobald der Wagen in Bewegung gesetzt wird.

In Russland sind solche Autokameras, die bei Unfällen alle Zweifel an der Schuldfrage ausräumen sollen, schon weit verbreitet. Die Gembird DCAM-005 will auch deutsche Autofahrer von den Vorteilen einer sogenannten Dashcam überzeugen.

Bisher war die Verwertbarkeit vor Gericht umstritten, doch im Juni 2013 hat das Amtsgericht München eine Videoaufzeichnung zugelassen. Allerdings untermauerte die Aufnahme nicht die Sichtweise desjenigen, der sie aufgezeichnet hatte, sondern gab eher seinem Unfallgegner recht.

Von der Gerichtsverwertbarkeit mal abgesehen, kann es auch so ganz nett sein, seine Autofahrten - zum Beispiel in den Urlaub - per Video zu dokumentieren.

Wenn es kracht, speichert die Kamera automatisch

Im Unterschied zu einer normalen Kamera besitzt die Dashcam einen Beschleunigungssensor, der dafür sorgt, dass die Kamera mit der Aufzeichnung beginnt, sobald man losfährt. Das 140-Grad-Weitwinkelobjektiv mit vierfachem Zoom sorgt für den richtigen Ausschnitt, und die integrierte Nachtsichtfunktion soll auch bei schlechtem Licht gute Aufnahmen liefern.

Teilweise könnten die Bilder zwar etwas heller sein, aber verwackelt ist nichts. Die Kamera nimmt echte 720p auf, interpoliert sind es 1080p. Im Metallgehäuse ist auch ein 2,7-Zoll-Monitor integriert, auf dem die Aufnahme kontrolliert werden kann.

Normalerweise überschreibt das Gerät alte Aufnahmen, sobald die austauschbare Micro-SD-Karte voll ist. Falls es aber mal kracht, soll der Beschleunigungssensor das registrieren und die aktuelle Aufnahme so abspeichern, dass sie nicht überschrieben wird.

Die HD Dashcam mit Nachtsichtfunktion soll laut Pressemitteilung rund 80 Euro kosten, im Online-Handel ist sie aber schon für etwas mehr als 60 Euro zu haben.

In Österreich sollten Fahrer allerdings lieber auf den Kameraeinsatz verzichten. Dort ist das Filmen des öffentlichen Raums offensichtlich verboten und kann Strafe kosten. (Frank Müller)

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