Neue Gadgets: Ein Controller für gewisse Stunden - DER SPIEGEL
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Neue Gadgets Ein Controller für gewisse Stunden

Ein Controller für jede Gelegenheit und fast jedes Gerät, ein Bluetooth-Soundsystem mit Solarzellen, ein Tablet für technisch anspruchsvolle PC-Spiele - die wöchentliche Gadget-Rundschau von neuerdings.com zeigt neues Technikspielzeug.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Bluetooth-Gaming-Controller: Vor Wut in die Ecke knallen

Bluetooth-Gaming-Controller: Vor Wut in die Ecke knallen

Foto: SteelSeries

Das SteelSeries Ion ist ein Bluetooth-Controller, der mit fast jedem Gerät funktioniert. Als Nintendo seine LCD-Spiele und den Gameboy bewarb, hätte keiner geglaubt, dass Gamer 2012 mehr auf Bildschirme, als auf Knöpfe einhämmern würden - zumindest auf den Touchscreens ihrer mobilen Geräte. Diesen Controller hingegen kann man malträtieren, vor Wut in die Ecke knallen oder triumphierend gen Himmel recken.

Das Design ist bekannt und erprobt: Vier Actiontasten, ein D-Pad, zwei Analogsticks und Start-Select-Taster. Die Abmessungen sind recht kompakt (108 x 55,5 x 18 Millimeter) und reichen kleinen Händen gut aus. Wer größere Pranken hat, sollte das Ion unbedingt vor dem Kauf ausprobieren. Über Bluetooth verbindet sich der Gamecontroller mit jedem beliebigen Gerät: PC, Tablet, Smartphone. Ob das mit wirklich jedem OS funktioniert, wird ein Test beweisen müssen.

Wenn dem Akku nach bis zu 20 Stunden der Saft ausgeht, muss man nicht machtlos auf das Display starren - denn mit dem Ladekabel ist man sofort wieder einsatzbereit, während gleichzeitig die Akkus geladen werden. Abhängig vom Betriebssystem, können die Knöpfe über die mitgelieferte Software beliebig belegt werden. Preis und unterstützte Betriebssysteme sollen voraussichtlich im dritten Quartal 2012 kurz vor Veröffentlichung bekanntgegeben werden. (Kai Zantke via SteelSeries )

Bluetooth-Soundsystem mit Solarzellen

Rukus solar: Soll das musikalische Ende hinauszögern

Rukus solar: Soll das musikalische Ende hinauszögern

Foto: Soulra

Die Firma Eton konzentriert sich auf Produkten, die nicht allein auf Netzstrom angewiesen sind. Auf der Elektronikmesse CES hat das Unternehmen sein neuestes Produkt vorgestellt: Rukus solar ist ein Bluetooth Sound System, das mit Solarzellen ausgerüstet ist.

Der berüchtigte Steckdosenmangel im Freien hat schon bei mancher musikuntermalten Skate-Perfomance zum verfrühten Abbruch (zumindest der Musik) geführt. Rukus Solar soll das musikalische Ende nun hinauszögern. Mit einer ziemlich großen Fläche hocheffizienter Solarzellen und einem E-Ink-Display, das extrem wenig Energie verbraucht.

Wobei die maßgeblichen Energieverbraucher des mobilen Blueetooth-Soundsystems wohl Verstärker und Lautsprecher sein dürften. Rukus Solar ist mit zwei Lautsprechern ausgestattet, die 14 Watt Stereosound liefern. Das Gerät hat ein interessantes Design mit integriertem Tragegriff und einer Tasche für den Transport des MP3-Players. Gewicht und Abmessungen werden noch bekanntgegeben. Auch ein paar andere Fragen bleiben offen.

Zum Beispiel wird bei den Produktdaten, die man sich als PDF herunterladen kann, einmal von einem 7,7 Volt Lithium-Ionen-Akku mit 1500 mAh geschrieben, ein paar Zeilen darunter ist zu lesen, dass die Kapazität 1800 mAh betragen soll.

Bei diesen Unsicherheiten scheint es fast schon logisch, dass keine Angaben darüber gemacht werden, wie lange der vollgeladene Akku denn halten soll. Immerhin ist klar, dass Rukus Solar neben Bluetooth auch über einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss verfügt und sich ebenfalls als Ladegerät für andere Gadgets eignet. Diese können über einen USB-Anschluss mit einem Ladestrom von 5 Volt bei 500 mA versorgen werden. Mehr Infos über Rukus solar gibt es auf der Produktseite von Eton, zum Preis und zur Verfügbarkeit macht Eton aber keine Angaben. (Frank Müller via iLounge )

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PC-Spiele auf dem Tablet

Razer Gamingtablet: Beschleunigungssensoren und Force-Feedback

Razer Gamingtablet: Beschleunigungssensoren und Force-Feedback

Foto: Razer

Dieses Gamingtablet soll Spielegenuss wie auf einem PC ermöglichen: Der auf Spiele-Zubehör spezialisierte Hersteller Razer verspricht mit dem Project Fiona satte Performance zu einem ebenso satten Preis. Das Gerät soll sich an anspruchsvolle Spieler richten, die auch bereit sind, an die 1000 Dollar beziehungsweise Euro auszugeben und keine Kompromisse eingehen wollen.

Doch für den ungewöhnlich happigen Preis möchte Razer freilich ein beeindruckendes Stück Technik servieren. Verbaut wird ein Intel i7-Prozessor der dritten Generation mit noch unbekannter Taktrate und Kern-Anzahl. Dafür erläuterte das Unternehmen auf der CES 2012 in Las Vegas die große Besonderheit: Denn an den Seiten des 10,1 Zoll großen Multitouch-Displays befinden sich zwei Spielecontroller, die jeweils über diverse Knöpfe und einen Analogstick verfügen. Vom Layout her erinnern diese Eingabegeräte entfernt an PlayStation Move der PlayStation 3 oder gar an den noch nicht erhältlichen WiiU-Controller.

Weiterhin erhält Project Fiona Beschleunigungssensoren und Force-Feedback. Zweitgenanntes ist schon eine Überraschung, schließlich ist der bei Spielern beliebte "Rumble"-Effekt bei Tablets nicht üblich. Abgerundet wird das Gerät mit Dolby 7.1 Surround-Sound, WiFi und Bluetooth 3.0. Razer betont, dass Project Fiona in der Lage sei, sämtliche aktuelle PC-Spiele optimal darzustellen, durch die Steuerungsoptionen soll niemand auf einem Tablet mehr Probleme mit der Bedienung haben. Zudem bietet das Unternehmen Entwicklern die Möglichkeit, ihre Spiele für Fiona anzupassen.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird auf dem Touchscreen-Computer Windows installiert sein, wenn er im 4. Quartal 2012 in den Handel kommt. Denkbar wäre hier auch eine Unterstützung für das anstehende und für Tablets optimierte Windows 8, das vermutlich im Oktober 2012 auf den Markt kommen soll - wenn man den verklausulierten Bemerkungen glauben darf, die ein Microsoft-Mitarbeiter an der CES von sich gegeben hat.

Keine Frage: Project Fiona ist ein reizvolles Spielegerät. Doch der Preis ist abschreckend, sollte er denn schlussendlich bei 1000 Euro zu liegen kommen. Zudem machen ein paar Angaben skeptisch: Während Hersteller wie Samsung auf HD-fähige Tablet-Displays setzen, wird das High-End-Monster von Razer nur eine Bildauflösung von 1280 x 800 px besitzen.

Ferner ist derzeit noch offen, ob die nächste CPU-Generation von Intel überhaupt in der Lage sein wird, neben einer hohen Leistung auch eine entsprechend zufriedenstellende Akkulaufzeit im Touchscreenrechner-Segment zu gewährleisten. Und natürlich stellt sich die größte aller Fragen: Wird Fiona bei der Hauptzielgruppe der "Coregamer" überhaupt ankommen? Oder bleiben diese doch eher bei Spiele-tauglichen Laptops und Desktop-Rechnern? (Sven Wernicke)

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