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Neue Gadgets Smartphone-Roboter kommt nach Europa

Der kleine Smartphone-Roboter Romo soll ab Herbst auch in Europa erhältlich sein. Außerdem zeigt neuerdings.com diesmal eine tragbare Ladestation für mehrere Geräte und einen fahrbaren Untersatz für die Kamera bei Video-Telefonaten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
ROMO: Kleiner Smartphone-Roboter kommt nach Europa

ROMO: Kleiner Smartphone-Roboter kommt nach Europa

Foto: Romotive

Nach den Hiobsbotschaften rund um Kickstarter-Projekte, die ihre Termine nicht halten oder wie vom Erdboden verschluckt sind, hier mal eine Erfolgsstory: Romotive hat für den Smartphone-Roboter Romo nicht nur bei Kickstarter Investoren gefunden, es kamen noch viel mehr interessierte Geschäftsleute. Bald soll Romo nach Europa kommen.

Romotive hat durch Kickstarter einen ordentlichen Schub erlebt. Insgesamt sammelten Keller Rinaudo, Peter Seid und Phu Nguyen rund 1,5 Millionen Dollar ein, etwa 110.000 Dollar durch private Investoren bei Kickstarter. Dann konnte aus den Konstruktionsplänen für Romo Wirklichkeit werden. Der kleine Roboter nutzt Smartphones als sein "Gehirn". Mittlerweile haben die Erfinder ein florierendes Unternehmen aufgebaut. Romo kann man im eigenen Online-Store  kaufen.

Der Roboter ist etwa 9 mal 13 Zentimeter klein. Er besteht aus einer Antriebsektion und einer Smartphone-Halterung, soll sehr robust und unempfindlich gegen Stöße und Kratzer sein. Je einfacher das Gelände, desto besser für Romo. Kompatibel ist Romo mit einer Vielzahl an Geräten: iPhones ab dem iPhone 3G, iPod touch ab der dritten Generation sowie verschiedenen Android-Geräte ab Version 2.3, beispielsweise von Samsung, HTC und Motorola.

Mit der iPhone App und dem Android-Pendant kommt Romos Gehirn in Aktion. Die Apps steuern den Roboter und leiten die Befehle an die Antriebssektion weiter. Romo lässt sich mit einem zweiten Gerät über WLAN fernsteuern, dazu gibt es allerlei Apps für iOS, Android und Mac. Der Kleine kann aber auch allein die Gegend erkunden und nimmt Fotos und Videos mit kompatiblen Geräten auf. Durch ein offenes Protokoll sind Romo-Nutzer eingeladen, ihn weiter zu entwickeln.

Noch wird der kleine Romo nur innerhalb der USA verschickt, doch das soll sich schon zum Herbst 2012 ändern. Der Preis liegt im Shop bei umgerechnet rund 121 Euro, die internationalen Preise mit Versandkosten sollen bald bekannt gegeben werden. (Nadine Dressler)

Mehr Infos und ein Video gibt es auf neuerdings.com 

Portable Ladestation POP

POP-LADESTATION: Smartphones und Tablets unterwegs aufladen

POP-LADESTATION: Smartphones und Tablets unterwegs aufladen

Foto: Kickstarter

Manchmal muss man erst ein Problem haben, um ein Produkt zu entwickeln. Und dieses Problem kennen viele von uns: Man hat viel zu viele Geräte, die alle ein anderes Ladekabel benötigen und natürlich immer unterwegs Nachschub brauchen. Mit POP hat man in Zukunft 25.000 mAh in der Tasche und kann seine Geräte wiederbeleben.

POP ist die Abkürzung für Portable Power und ein viel beachtetes Kickstarter-Projekt. James Siminoff stand vor dem Problem, eine Menge leerer Akkus in der Familie zu haben, die unterwegs geladen werden mussten.

Zusatzakkus gibt es ja mittlerweile wie Sand am Meer, es fehlt jedoch an guten, günstigen und vielleicht auch noch hübschen Lade-Lösungen, die zeitgleich mehrere Geräte laden können. Der POP kommt von Haus aus mit verschiedenen Ladekabeln, wobei es ein System gibt, das Micro-USB und den 30er-Apple-Pin Dock-Connector vereint. Die Finanzierung der ersten POPs ist bereits gesichert, denn es sind schon rund 80.000 US-Dollar zusammen gekommen, 50.000 US-Dollar waren die magische Grenze. Noch bis zum 1. September läuft die Kickstarter-Kampagne.

Für Vorbesteller gibt es den POP schon ab rund 120 Euro, der spätere Verkaufspreis rund 160 Euro liegen. Für den Versand außerhalb der USA kommen 15 Dollar dazu. (Nadine Dressler)

Mehr Infos, Fotos und ein Video gibt es auf neuerdings.com  

Die Skype-Kamera des Gesprächspartners selbst lenken

BOTIFUL: Die Skype-Kamera des Gesprächspartners selbst kontrollieren

BOTIFUL: Die Skype-Kamera des Gesprächspartners selbst kontrollieren

Foto: Kickstarter

"Botiful" bietet dem Android-Smartphone einen fahrbaren Untersatz bei Skype-Videokonferenzen und wird über das Internet ferngesteuert. Verlässt der Chatpartner den Sichtbereich der Kamera, fährt man ihm mit der Kamera also einfach hinterher.

Mit einem Smartphone kann man auch Videokonferenzen abhalten. Nun muss man allerdings ständig die Kamera auf sich richten oder im Blickbereich der Linse verharren. Claire Delaunay aus dem kalifornischen Palo Alto will das mit "Botiful" ändern.

Die Idee entstand, als sie von Frankreich in die USA umzog und sich fragte, wie man Videochats persönlicher gestalten könne. Das Ergebnis ist ein fahrender Untersatz fürs Smartphone. Der Anrufer kontrolliert "Botiful" und kann nicht nur in alle Richtungen navigieren. Er ist auch in der Lage, die Kamera neu zu justieren, indem er das Smartphone vor und zurück schwenkt und so die Blickhöhe verändert. Über eine gleichzeitige Skype-Konferenz wird das Kamerabild gestreamt.

Technisch steckt hinter Botiful eine Bluetooth-Verbindung: Der fahrbare Roboter wird darüber mit einem Android-Smartphone gekoppelt. Sämtliche Befehle kommen von einer passenden App, und die ermöglicht auch bewegte Reaktionen, wie eine Drehung um die eigene Achse oder einen Schwenk vor und zurück für ein "Ja".

Wer dabei sein will, muss umgerechnet rund 163 Euro investieren und seine Unterstützung signalisieren. Sollte das Projekt innerhalb der nächsten gut drei Wochen die geplanten 90.000 Dollar erhalten, soll es ab November 2012 die ersten Modelle geben. Kommen mindestens 100.000 Dollar zusammen, soll es Botiful auch fürs iPhone geben. (Kai Zantke)

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