Neue Gadgets Angry Birds für Bastler
Super Angry Birds: Der Controller soll das Spielerlebnis noch steigern
Foto: Andrew SpitzDas Spiel Angry Birds ist ein Phänomen, das den Bereich des Erklärlichen längst hinter sich gelassen hat. Der Spieler steuert die Flugbahn von wütenden Vögeln, die sich auf Schweine mit Stahlhelmen stürzen. Spielidee, -mechanik und -umsetzung kombinieren sich hier so perfekt, dass es für den Hersteller Rovio zum Millionenseller und zu einem modernen Klassiker wurde. Die Studenten Hideaki Matsui und Andrew Spitz fanden, dass man das Spielerlebnis noch steigern könnte: durch einen Controller mit haptischem Feedback.
Beide besuchen zum Thema Haptik einen Kurs am Copenhagen Institute of Interaction Design. Ihr Ziel war ein Controller, mit dem man alle drei Spielfunktionen steuern kann: Geschwindigkeit und Flugwinkel der Vögel sowie den richtigen Zeitpunkt, um die Spezialfähigkeit des jeweiligen Vogels auszulösen. Und natürlich sollte er sich auch richtig "anfühlen", wenn man im Spiel die Schleuder anspannt. Herausgekommen ist der "Super Angry Birds"-Controller.
Technisch gesehen besteht er aus einem motorisierten Regler, wie man ihn auf Mischpulten finden kann. Den haben die Studenten so programmiert, dass er beim Zurückschieben einen wachsenden Widerstand erzeugt, so wie eben das Gummiband einer Schleuder. Und er schnellt nach vorn, wenn man ihn loslässt. Um das alles zu steuern, kommt ein modifiziertes Arduino-Board zum Einsatz, eine kleine Steuerplatine.
Wer von dem Controller begeistert ist, sollte sich keine all zu großen Hoffnungen machen, einen zu bekommen: Er ist derzeit ein Einzelstück und weitere Pläne haben die Studenten damit nicht. Aber wer weiß: Vielleicht wird ja Rovio selbst darauf aufmerksam - oder ein anderer Hersteller. (Jan Tißler)
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Videotelefonie am TV nachrüsten
Logitech TV Cam HD: Erinnert optisch an Microsofts Kinect
Foto: LogitechVideo-Telefonie am Fernseher? Diese Idee griffen schon etliche Fernsehhersteller auf, mittlerweile existieren diverse TV-Geräte, die mit entsprechender Kamera und Skype-Software ausgestattet sind. Wer ein älteres Modell hat, kann eine Skype-Funktion bald nachrüsten - ab Mitte September mit der Logitech TV Cam HD.
Die neue Webcam ist ausschließlich für Videochats im Wohnzimmer gedacht. Die Kamera wird mit einem freien HDMI-Anschluss des Fernsehers verbunden und soll dem Hersteller zufolge sofort einsatzbereit sein. Eine Internetverbindung baut die Peripherie, die ein wenig an Microsofts Kinect-Sensor erinnert, mittels W-Lan oder Ethernet auf.
Eine Skype-App ist in der Kamera vorinstalliert, einzig der Account muss noch eingerichtet werden. Videotelefonie ist mit allen Skype-Usern möglich - egal, ob sie nun ein Smartphone oder Tablet besitzen oder am Rechner vor der Webcam sitzen. Kosten fallen an, wenn man beispielsweise ins Fest- oder Handynetz telefonieren möchte. Hier kommen die üblichen Skype Credits oder ein Abo zum Einsatz.
Logitech verbaut in der TV Cam HD ein Weitwinkelobjektiv von Carl Zeiss. Hinzu gesellt sich die "Fluid Crystal"-Technologie, die hochwertige, flüssige Bilder in 720p und bei schlechteren Lichtverhältnissen ermöglichen soll. Vier integrierte Mikrofone sollen Nebengeräusche und Echos reduzieren. Ist der Fernseher abgeschaltet, weist die TV Cam HD mittels eines Klingeltons auf eingehende Anrufe hin.
Stolz ist der Preis: Logitech verlangt 199 Euro. Da wäre es überlegenswert, ob man sich nicht besser einen HDMI-Stick mit Android-Betriebssystem zulegt und diesen mit einer Webcam ausstattet - oder ob man doch besser am Windows-Rechner oder Mac bleibt. So oder so ist das ein teures Videotelefonie-Vergnügen, trotz sicherlich hochwertiger Technologie. (Sven Wernicke)
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Android-Media-PC für unter 90 Euro
Mini-Media-PC A10: Android-Computer fürs Wohnzimmer
Foto: CloudstoEine Streamingbox, ein Android-Stick oder vielleicht doch lieber ein MediaCenter-PC? Wer seinen Fernseher um Funktionen erweitern will, die man vom Computer, Smartphone oder Tablet kennt, hat viele Möglichkeiten. Ab 50 Euro gibt es Android-Sticks, mit denen man vielen Fernsehern Smart-TV-Funktionen beibringen kann. Die sind zwar klein und günstig, aber in ihren Möglichkeiten begrenzt.
Das soll bei Mini-PC A10 anders sein. Auch er basiert auf Android, hat aber im Vergleich zu einem Stick mehr Anschlüsse. Trotzdem bleibt er kompakt und mit rund 89 Euro sehr preisgünstig. Aber was bekommt man dafür?
Die Eckdaten auf einen Blick:
- Allwinner A10 ARM Cortex-A8 Single-Core-Prozessor
- 512 MB RAM
- 8 GB Festspeicher
- SD Card Slot
- 2 x USB
- HDMI- und Cinchbuchsen
- Ethernet
- Kopfhöreranschluss
- Optischer Eingang
- W-Lan
- Fernbedienung
Man sieht: Das ist tatsächlich ein kleiner PC. Die USB-Anschlüsse kann man dementsprechend auch dazu nutzen, eine Tastatur, eine Maus oder ein externes Laufwerk anzuschließen, denn der A10 fungiert als USB-Host. Zudem kann man Video von einem freigegebenen Laufwerk im eigenen Netzwerk streamen. Eine Auflösung von 1080p (Full HD) soll dabei kein Problem sein. Der Mini-Media-PC misst etwa 12 x 9 x 3 Zentimeter.
Wer will, kann statt des mitgelieferten Android 4.0 wahrscheinlich auch auf Ubuntu oder eine andere Linux-Distribution wechseln. Die lässt sich beispielsweise auf einer SD-Card unterbringen, so dass man zwischen den Betriebssystemen wechseln könnte. Entsprechende Initiativen gibt es in der Linux-Community für den MK802 Mini-PC, der ebenfalls auf die A10-CPU setzt.
Bestellen kann man den A10 bei Cloudsto in Großbritannien. In seinem Preis sind die Versandkosten enthalten. Allerdings kommt das Gerät direkt aus China zum Besteller, so dass bei der Einfuhr weitere Kosten entstehen. (Jan Tißler)
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