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Neue Gadgets Diese Drohne fliegt sich selbst

Der Spiri-Quadrocopter nimmt seinem Piloten die schwierige Aufgabe der Steuerung ab und lenkt sich selbst, bis ihm der Strom ausgeht. Das und weitere merkwürdig-geniale Ideen stellt die Gadget-Schau von neuerdings.com vor.
Von Sven Wernicke und Ricarda Riechert
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Spiri: Diese Drohne steuert sich selbst

Spiri: Diese Drohne steuert sich selbst

Foto: Patrick Edwards-Daugherty

Im Gegensatz zu anderen Drohnen kann man Spiri individualisieren. Die Basis ist ein fliegender Roboter, der über GPS, mehrere Kameras, vier Rotoren, W-Lan, Bluetooth, 4 GB Speicher, einen USB-Port und einen 1 GHz Dualcore-Prozessor verfügt. Als Betriebssystem kommt eine Ubuntu-Variante zum Einsatz, die um die Open-Source-Software ROS (Robot Operation System) ergänzt wurde. Die Hülle aus Kohlefaser soll potentielle Abstürze abfedern, geht doch mal etwas kaputt, sollen einzelne Komponenten nachbestellbar sein.

Anders als bei Hobbydrohnen üblich, soll Spiri nicht per Fernsteuerung, oder App gelenkt werden. Stattdessen soll sie vollautomatisch fliegen, selbständig einen vorgegebenen Kurs aufnehmen, Ziele anfliegen und bei leeren Akku zur Sicherheit landen.

Vielversprechend klingen die theoretischen Einsatzmöglichkeiten. So sei Spiri geeignet, um Höhlen zu erforschen oder als Kurier Dinge von A nach B zu bringen. Da sich mehrere Spiris in einem gemeinsamen Luftraum koordinieren können, wäre es sogar denkbar, sie zur Kartierung einzusetzen.

Allerdings werden 125.000 Dollar benötigt, um Spiri inklusive Hard- und Software zu finalisieren. Das Geld sammeln die Erfinder bei Kickstarter ein. Dort können sich Interessierte für umgerechnet rund 390 Euro ein Exemplar sichern. Für 37 Euro mehr gibt es einen Einblick in die Programmier-Fähigkeiten der Drohne. Sollte das Geld bis Mitte September zusammenkommen, könnte die Auslieferung im April 2014 erfolgen. Mehr Einzelheiten erhält man auf der Kickstarter-Projektseite  und auf der Webseite der Hersteller . (Sven Wernicke)

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Holho: Hologramm-Projektor für Smartphones und Tablets

Holho: In der Pyramide entsteht ein bewegliches 3-D-Bild

Holho: In der Pyramide entsteht ein bewegliches 3-D-Bild

Foto: Imagination Farm

Wieder einmal versucht sich jemand daran, den Bildschirmen von Smartphones und Tablets dreidimensionale Bilder zu entlocken. Beim Holho eine kleine Pyramide aus Metall auf das Display stellen. Eine entsprechende App soll dann in der Lage sein, Bilder und Videos in 3D anzuzeigen, als würden sie in der Pyramide schweben.

Die Macher von Holho wollen ihr Gadget in erster Linie zur privaten Unterhaltung anbieten. Eine Nutzung zur Demonstration von Produkten in Ladengeschäften sei aber denkbar. Allerdings sind die Möglichkeit noch sehr begrenzt, da Holho im aktuellen Entwicklungsstand nur speziell bearbeitete Videos anzeigen kann.

Weiterhin bietet der Hersteller mit dem Holho Zed eine etwas komfortablere Variante an, die auf einen Tisch oder Schrank gestellt werden kann und die 3-D-Bilder kontrastreicher darstellen soll. Etwas günstiger und konzeptionell simpler ist Holho Naked, eine Art Projektionsfläche für alle 10-Zoll-Tablets.

Noch nicht fertig!

Die Erfinder von Holho sammeln Geld von Interessierten über eine Crowdfunding-Plattform ein. Von den benötigten 58.000 Dollar wurden bisher über 15.000 Dollar eingenommen. Mit der Gesamtsumme möchte man die Produktion professionalisieren und größere Mengen herstellen. Preislich geht es ab circa 25 Euro für eine Smartphone-Pyramide inklusive eines Videos los. Weiteren Videos sollen rund 3,50 Euro pro Stück kosten. Die Pyramide für 10-Zoll-Tablets liegt bei 45 Euro, ein Holho Zed kostet ab 78 Euro.

Wer von dieser Idee überzeugt ist, kann sein Geld bei Kickstarter  investieren. Ab Dezember 2013 soll die Auslieferung beginnen. Ein paar weitere Infos kann man auf der offiziellen Webseite  erhaschen. Präzise Details zur Technik erhält man aber auch dort nicht. (Sven Wernicke)

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Kickstarter-Projekt bringt historisches Foto-Objektiv zurück

Petzvalobjektiv: Neuauflage historischer Technik

Petzvalobjektiv: Neuauflage historischer Technik

Josef Maximilian Petzval entwickelte 1840 das nach ihm benannte Petzvalobjektiv. Gebaut wurde es später von der Firma Voigtländer. Dank der großen Blende und Lichtstärke ermöglichte es kurze Belichtungszeiten und machte es vor allem für Portrait-Aufnahmen interessant. Es war das erste Objektiv, bei dem die Krümmung der Linsen berechnet wurde. Das Schleifen der Linsen überließ man seinerzeit ausschließlich erfahrenen Optikern.

Bilder, die mit dem Petzvalobjektiv geschossen werden, haben ihren eigenen Charme. Während das Motiv, auf das man fokussiert, sehr scharf erscheint, verschwimmen Vorder- und Hintergrund. Es entstehen Bokeh-Effekte und dynamische, kreisförmige Verwischungen. Die Fotos erwecken den Eindruck, dass die Zeit für das Motiv still steht, während sie für die Umgebung in unaufhaltsamer Eile weiter rennt.

Das neue Petzval-Objektiv passt auf das Canon-EF-Bajonett und auf das Nikon-F-Bajonett. Die Linsen sind entspiegelt, um unerwünschte Reflexionen zu vermeiden.

Ab Februar 2014 erhält man als Unterstützer das Objektiv in "Messing", wenn die Planung der Firma Lomography aufgeht. Eine Special-Edition in der Farbe Schwarz gibt es ab April 2014. Wer jetzt noch eines des Objektive haben möchte, muss sich beeilen , denn die Unterstützerpakete sind limitiert und einige Optionen bereits ausverkauft. Um noch ein Objektiv zu bekommen, muss man derzeit 400 Dollar plus Versandkosten investieren. (Ricarda Riechert)

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