Neuerdings: Fever Smart, Pawly, Wacaco - DER SPIEGEL
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Neue Gadgets In diesem Pflaster steckt ein Fieberthermometer

Fiebermessen wird jetzt ganz leicht: durch ein Pflaster mit eingebautem Thermometer. Außerdem in der Gadget-Schau von neuerdings.com: eine Espressopumpe für unterwegs und ein ferngesteuertes Spielzeug für Hund und Katze.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Fever Smart: Das intelligente Pflaster überwacht kranke Kinder kontinuierlich

Fever Smart: Das intelligente Pflaster überwacht kranke Kinder kontinuierlich

Foto: Indiegogo

Fever Smart soll die nächste Generation von Thermometern werden. Das 5,2 cm breite, 3,2 cm breite und 0,6 cm dicke Gerät wird mit einem Pflaster in die Achsel geklebt. Hier misst es ständig die Körpertemperatur und schickt die Daten via Bluetooth an ein Smartphone oder Tablet, das in der Nähe positioniert werden muss. Das iPhone, iPad oder Android-Device schickt die Temperaturmessungen in die Cloud, wo sie dann von überall aus abgerufen werden können.

Das Interessante an Fever Smart ist, dass es nicht auf eine punktuelle Messung setzt. Stattdessen misst das intelligente Pflaster kontinuierlich und bereitet die Daten in einer Kurve mit zeitlichem Verlauf auf. So sieht man auf einen Blick, wie groß die Schwankungen im Laufe eines Tages sind. Eltern können so auch aus der Ferne einschätzen, ob bei ihren Kindern Besserung in Sicht ist oder ob man einen Arzt konsultieren sollte. Ein integriertes Alarm-System warnt sofort bei zu hohen Temperaturen.

Die Vorteile von Fever Smart liegen auf der Hand: Man muss die Temperatur bei dem kleinen Patienten nicht im Mund, im Ohr oder rektal messen, was meist als unangenehm empfunden wird. Durch die kontinuierliche Messung erhält man zudem ein deutliches Bild über den Temperaturverlauf. Als Nachteil könnte die Funktechnik angesehen werden. Viele Menschen haben ein Problem damit, wenn sich "strahlende" Geräte in ihrer Nähe befinden.

Kritiker könnten anführen, dass Fever Smart wahrscheinlich viel Strom verbraucht. Dieses Argument versuchen die Erfinder zu entkräften, indem sie die Batterielebenszeit mit 120 Tagen angeben - und das bei einer achtstündigen Benutzung pro Tag. Ob das stimmt, kann man nicht sagen, bevor Fever Smart fertig ist.

Wer Interesse an Fever Smart hat, kann es auf der entsprechenden Indiegogo-Seite  unterstützen. Das angestrebte Finanzierungsziel ist allerdings längst erreicht. Für insgesamt knapp 120 Euro bekommt man das Thermometer auch nach Deutschland geliefert. (Jürgen Kroder)

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Espressopumpe für unterwegs

Minipresso: Espressomaschine für die Handtasche

Minipresso: Espressomaschine für die Handtasche

Foto: Wacaco

Minipresso ist nicht die erste Espressomaschine für unterwegs. Aber einige sind sperriger, andere benötigen eine Gaskartusche oder einen geladenen Akku, um den nötigen Druck aufzubauen.

Die Minipresso von Wacaco ist klein, kompakt, mit integriertem Becher und Wassertank - und handbetrieben. Man muss also erst einmal ordentlich pumpen, bevor man seinen Espresso genießen kann.

Löst man die Transportverriegelung der Minipresso, fährt der Pumpkolben automatisch aus. 13-mal drücken reicht aus, um einen kleinen Ristretto aus der Maschine zu holen, für einen klassischen Espresso muss man 18-mal pumpen, für einen doppelten Espresso 28-mal. Nach Angaben der Entwickler erzeugt die Minipresso einen Druck von umgerechnet 8 bar.

Wer für seine nächste Wandertour brühheißes Wasser in einer vernünftigen Thermoskanne sowie Espressomehl und die kleine Pumpe in den Rucksack packt, kann also auch mitten in der Natur seinen urbanen Vorlieben frönen und sich einen kleinen Schwarzen gönnen. Sogar mit anständiger Crema.

Während der Vorbestellungsphase kostet Minipresso im Shop von Wacaco umgerechnet rund 32 Euro, dazu kommen noch Versandkosten. Voraussichtlich Anfang 2015 sollen die ersten Exemplare geliefert werden. Weitere Informationen gibt es auf der Produktseite des Herstellers . (Frank Müller)

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Das ferngesteuertes Spielzeug fürs Haustier

Pawly: Smartes Spielzeug für Hunde und Katzen

Pawly: Smartes Spielzeug für Hunde und Katzen

Foto: Pawly

Menschen spielen mit ferngesteuerten Autos - wieso nicht auch Haustiere? Mit Pawly sollen Hund und Katze bespaßt werden, wenn Herrchen und Frauchen gerade nicht daheim sind. So zumindest die Theorie.

Pawly ist ein Vehikel, das per Smartphone oder Tablet aus der Entfernung gesteuert werden kann. Es ist mit einer Kamera ausgestattet, so dass man als Tierhalter beispielsweise in der Mittagspause vom Büro aus nachsehen kann, ob sich der Vierbeiner in der Wohnung nicht langweilt. Und sollte das der Fall sein, kann man ihn mit dem Spielzeugpanzer unterhalten.

Über einen eingebauten Speaker kann man sogar mit den Vierbeinern "kommunizieren". Noch interessanter dürfte es werden, wenn man den separat erhältlichen Treat Blaster nutzt. Dieses Zusatzmodul verschießt auf Knopfdruck Leckerlis, zum Beispiel als Belohnung. Das ermöglicht ein Spielchen aus der Entfernung - nette Idee. Wenn das wuchtige Gerät denn sensible Haustiere nicht eher erschreckt als belustigt.

Robust und teuer

Die Macher von Pawly haben an vieles gedacht. So erhalten Käufer ein robust verarbeitetes Gerät, das - ebenfalls optional durch wechselbare Räder - auch problemlos über schwierige Oberflächen wie Teppiche tuckern kann. Doch günstig ist das Fahrzeug wahrlich nicht: Ein Exemplar soll 399 Dollar kosten, wenn man es sich rechtzeitig über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo  sichert. Der reguläre Preis soll sogar bei knapp 500 Dollar liegen. Das scheint wohl Haustierliebhaber etwas abzuschrecken, denn das Ziel von 80.000 Dollar wurde bei der Crowdfunding-Kampagne noch längst nicht erreicht. (Sven Wernicke)