Wasserdicht bis 100 Meter: Sport-Smartwatch Nixon The Mission
Nixons Smartwatch The Mission Herzlos
Die Uhr sei "die erste Smartwatch für Extremsportler", wirbt die US-Firma Nixon für ihre Smartwatch The Mission. Nun ja. Zumindest ist die Uhr extrem für eine Smartwatch. Dick, ja klobig, wie beispielsweise Casios G-Shock-Uhren ist sie, und in den Kontrastfarben Schwarz und Orange so knallig wie es Outdoor-Sportler gerne haben.
Doch unter Polycarbonat und Edelstahl arbeitet Google-Technik. Unter dem auffälligen Äußeren ist die Mission eine fast ganz normale Android-Smartwatch, vollgestopft mit Technik und Sensoren. Sie hat einen GPS-Empfänger, ein Thermometer, Höhenmesser und Barometer, einen Kompass, ein Gyroskop, einen Beschleunigungsmesser und Feuchtigkeitssensoren. Nur eines hat sie nicht, was bei Smartwatches eigentlich Standard ist: einen Pulsmesser.
Dafür kann man mir ihr richtig tief abtauchen. Bis zu einer Wassertiefe von 100 Metern soll sie dichthalten. Ein Ersatz für eine richtige Taucheruhr ist sie deshalb nicht, aber beim Schnorcheln muss man wohl keine Angst um sie haben.
Texte nur in der Mitte lesen
Der Hersteller hat allerdings versucht, sie auf Surfer und Skisportler zuzuschneiden. Eine kostenlose App kann Wetterdaten zu berühmten Surfspots und Skigebieten auf die Uhr senden. Das ist ein nettes Gimmick, aber nichts, was man mit Drittanbieter-Apps nicht auch schaffen könnte.
Die Auflösung des runden Displays wird mit 400 x 400 Pixeln angegeben und kann recht hell strahlen. Es teilt sich mit anderen runden Displays das Problem, dass es Texte, die in den oberen Quadranten erscheinen, abschneidet. Richtig lesen kann man nur in der Mitte. Durch die erhabene Lünette ist es zudem schwierig, Bereiche am Rand des Touchscreens zu treffen.
Ansonsten hat man es mit einer ganz normalen Android-Smartwatch zu tun. Installiert ist Android Wear 1.5, mit Android-Smartphones lassen sich Apps und Sportfunktionen am besten nutzen, für iPhones gibt es zwar eine App, doch deren Funktionsumfang ist begrenzt.
Designfragen
Wenig begrenzt ist dagegen das Farbdesign der Mission. Neben den drei Standardmodellen bietet der Hersteller auch die Möglichkeit an, sich einen eigenen Mix aus Gehäusefarbe, Lünettenfarbe und Armbandfarbe zusammenzustellen. Immer gleich bleibt dabei die Konstruktion aus Kunststoffgehäuse und -armband in Kombination mit Stahlbauteilen.
Ob man das mag, ist Geschmackssache. Nicht jedem gefallen derart klobige Sportuhren. Angenehm zu tragen ist die The Mission mit ihrem weichen Armband aber auf jeden Fall. Die Akkulaufzeit reichte im Test je nach Nutzungsintensität für einen bis eineinhalb Tage. Zum Aufladen wird ein Adapter mitgeliefert, auf dem die Uhr schräg zu liegen kommt. Da das Display dabei nicht gedreht wird, ist das eine eher ungünstige Position, da man zum Ablesen der Uhrzeit den Kopf schräg halten muss.
Fazit
Abgesehen von ihrem robusten Look und der hohen Widerstandsfähigkeit gegen Wasser bietet die The Mission nichts, was andere Smartwatches nicht auch hätten. Vielmehr fehlt ihr sogar eine Grundfunktion, die zu jeder Smartwatch gehören sollte, vor allem wenn sie sportliche Nutzer ansprechen soll: der Pulsmesser. Ohne den ist sie letztlich nur ein besserer Schrittzähler - und mit Preisen ab 429 Euro sehr teuer. Eine Moto 360 von Motorola bekommt man schon für die Hälfte. Mit Pulsmesser.