Noki Smartlock, Miito, Senic Nuimo: Neue Gadgets - DER SPIEGEL
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Neue Gadgets Smartphone-App ersetzt Türschlüssel

Mit dem Noki-Smartlock soll das Handy zum Türöffner werden. Außerdem im Gadget-Überblick von neuerdings.com: Wasser kochen ohne Wasserkocher und ein smarter Controller für das Smart Home.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Foto: Noki Home Solutions

Kaum ist der deutsche Ableger von Kickstarter online, schon gehen die ersten Projekte durch die Decke. Einer dieser Durchstarter ist Noki, was die abgewandelte Schreibweise von "No Key" sein soll. Mit großen Worten wie "The smartlock for Europe" oder "The doorlock of the future" wird das Crowdfunding-Projekt beworben.

Bei Noki handelt es sich um einen "smarten" Türöffner. Das heißt: Nähert man sich mit seinem Smartphone einer Türe, die mit Noki versehen wurde, entriegelt sie sich innerhalb von Sekunden selbst - ganz ohne einen herkömmlichen Schlüssel.

Wie das geht? Man steckt seinen Schlüssel von innen ins Schloss und montiert das Noki darüber. Der Einbau soll sich laut den österreichischen Erfindern innerhalb von fünf Minuten erledigen lassen. Im Inneren der stabil wirkenden Plastikhülle befindet sich ein Motor, der den Schlüssel dreht, wenn man sich per Handy als autorisierte Person identifiziert.

Schlüsselfreigabe für Freunde

Die Erkennung erfolgt über eine Smartphone-App für iOS und Android, die mittels Bluetooth mit Noki kommuniziert. Für die soll eine 256-Bit-Verschlüsselung sorgen.

Ein Mehrwert dabei ist, dass man Freunden oder Bekannten per Noki Zugang zum Haus gewähren kann, wenn man selbst nicht daheim ist. Dazu verschickt man eine Einladung an die jeweilige Person, deren Handy dann für einen festlegbaren Zeitraum ebenfalls das Schloss öffnen kann.

Der Motor, der den Schlüssel dreht, erhält seinen Strom von handelsüblichen Batterien. Diese sollen bei normaler Nutzung ungefähr 300 Tage durchhalten.

125.000 Euro in neun Stunden

Für die Massenproduktion von Noki wird derzeit per Kickstarter Geld gesammelt. Bis zum 26. Juni sollten mindestens 125.000 Euro zusammenkommen, die aber schon innerhalb von neun Stunden erreicht waren.

Wenn alles wie geplant abläuft, soll im Juli die Software fertig programmiert sein und im September die Fertigung der elektronischen Türschlösser beginnen. Im Dezember könnten dann die ersten Unterstützer beliefert werden.

Aufgrund der großen Nachfrage sind die Early-Bird- und andere Frühunterstützer-Angebote ausverkauft. Somit muss man zum regulären Kickstarter-Preis von rund 140 Euro zuschlagen, wenn man sich Noki auf diesen Weg zulegen will. (Jürgen Kroder)

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Miito: Wasser kochen ohne Wasserkocher

Foto: Miito

Ein Berliner Start-up möchte den Wasserkocher in Rente schicken. Direkt in der Tasse sollen Flüssigkeiten zum Kochen gebracht werden - mit dem Induktionsstab Miito. Die Idee: Man stellt ein Gefäß mit Flüssigkeit auf das Gerät und platziert den dazugehörenden Stab direkt in den Behälter, in dem sich das Wasser, die Suppe oder was auch immer befindet. Miito bringt das Gewünschte dann per Induktion zum Kochen.

Die Funktionsweise ist nicht neu, wird hier aber auf ungewöhnliche Weise genutzt. Aber auch einen Mehrwert soll Miito besitzen, weil man damit immer nur genau so viel Wasser kocht, wie man wirklich braucht. Das spart Energie und Wasser. Außerdem bleibt die eigentliche Apparatur stets kalt und ist somit sicherer als ein herkömmlicher Wasserkocher.

Offiziellen Angaben zufolge benötigt Miito 60 Sekunden, um 200 Milliliter Flüssigkeit zum Kochen zu bringen, zweieinhalb Minuten sollen für einen halben Liter reichen.

Für 90 Euro kann man sich ein Exemplar aktuell noch sichern, im April 2016 soll mit der Auslieferung begonnen werden. Weit über 1000 Unterstützer haben bereits mehr als 100.000 Euro in das Projekt investiert. (Sven Wernicke)

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Senic Nuimo: Vielseitiger Controller für das Smart Home

Foto: Senic

Unter dem Namen Flow war dieser Smart-Home-Controller bereits bei Indiegogo erfolgreich. 285.000 Dollar kamen damals zusammen. Jetzt hat das Start-up hinter Flow das Gerät in Nuimo umbenannt und will auf Kickstarter Deutschland noch mehr Geld einsammeln.

Der Grund für die Namensänderung waren rechtliche Probleme mit der ursprünglichen Bezeichnung. Zudem habe man viele Vorschläge für Verbesserungen bekommen, die nun eingearbeitet werden sollen. Die zweite Crowdfunding-Runde wird unter anderem damit begründet, dass man weitere Funktionen in das Gerät einbauen und außerdem die Material- und Herstellungsqualität verbessern will.

Für diejenigen, die bei Indiegogo Anfang des Jahres schon Geld gegeben haben, heißt das: warten, bis zur Veröffentlichung, die nun für Oktober angepeilt wird. Wer jetzt erst auf das Projekt aufmerksam wird und sich eines der Geräte sicher will, muss dafür 99 Euro zahlen.

Um was geht es eigentlich?

Nuimo soll ein kleiner, flexibler Controller werden, der über Bluetooth Verbindung zu beliebigen Geräten aufnehmen kann: Smartphone, Tablet, Desktop-Rechner zum Beispiel. Über Apps soll sich mit dem Gadget vieles fernsteuern lassen, beispielsweise die Hue-LED-Lampen von Philips, Sonos-Player und das Wemo Smart Lock. So soll Nuimo zur Fernbedienung für das Smart Home werden.

Der Clou soll die Gestensteuerung mit Wischen, Tippen und Drehen am Metallring und am Gehäuserand sein. Gegenüber Flow verbaut man jetzt eine 11×11 LED-Matrix auf der Oberseite, sodass Nuimo durchaus als Ausgabegerät genutzt werden kann. Doch derzeit ist das Gerät noch nicht fertig. Bis Ende Juni sollen bei Kickstarter Deutschland noch einige Euro eingenommen werden. (Sven Wernicke)

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