nVidia Shield: Gamer-Tablet für 299 Euro - DER SPIEGEL
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nVidia Shield: Ein Tablet für PC-Spieler

Foto: nVidia

Mobil spielen nVidia bringt Gamer-Tablet auf den Markt

Der Grafikkartenhersteller nVidia hat sein erstes Tablet vorgestellt. Das Gerät namens Shield protzt mit Leistung: Es kann PC-Spiele wiedergeben und mit einem drahtlosen Controller gesteuert werden. Besonders teuer ist es trotzdem nicht.
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Das kalifornische Unternehmen nVidia hat am Dienstag einen Tablet-Computer speziell für Computerspieler vorgestellt. Laut Hersteller soll der Mobilrechner namens Shield Tablet  mit seinen Fähigkeiten "in erster Linie ein High-Performance-Tablet" sein, das sich unter anderem durch besondere Softwarefunktionen von der Konkurrenz abhebt.

Technisch handelt es sich um ein Acht-Zoll-Gerät mit Full-HD-Auflösung (1920 x 1080). Als Antrieb dient der von nVidia selbst entwickelte Tegra-K1-Kepler-Prozessor, dessen 192 Prozessorkerne mit 2,2 GHz getaktet sind. Ihm zur Seite stehen zwei Gigabyte Arbeitsspeicher. Die W-Lan-Variante wird mit 16 Gigabyte Massenspeicher bestückt, dem Modell mit LTE-Anbindung werden 32 Gigabyte eingebaut. Speichererweiterungen um bis zu 128 Gigabyte sind per microSD-Karte möglich.

Als Betriebssystem nutzt das Gerät Googles Android 4.4, das allerdings um einige spielespezifische Erweiterungen ergänzt wird. So soll man mit der Gamestreaming-Technologie Spiele, die auf einem PC laufen, über eine Netzwerkverbindung auf dem Tablet spielen können. Hierzu muss der PC allerdings mit einer nVidia-Grafikkarte bestückt sein.

Den Cloud-Dienst gibt es erst mal nur in Kalifornien

Eine noch stärkere Einschränkung betrifft das Angebot, nVidias Cloud-Gaming-Dienst Grid zu testen. Grid ermöglicht ebenfalls die Nutzung von PC-Spielen auf dem Tablet, wobei diese allerdings auf Cloud-Servern laufen. Derzeit steht die Betaversion dieses Dienstes aber nur Anwendern in Nordkalifornien offen.

Im Konsolenmodus soll sich das Tablet mit einem Fernseher verbinden und dort wie eine Spielkonsole nutzen lassen. Für diese Variante dürfte der ebenfalls von nVidia vorgestellte Shield Wireless Controller interessant sein, ein kabelloser Spiel-Controller, der per W-Lan mit dem Tablet verbunden wird.

Mit Preisen von 300 Euro für die W-Lan-Version, 380 Euro für die LTE-Variante und 60 Euro für den Game-Controller dürfte das Shield Tablet durchaus konkurrenzfähig sein.

Das Marktforschungsunternehmen IHS glaubt trotzdem nicht an einen Erfolg auf dem Massenmarkt. Zum einen würde sich das Gerät mit seiner Ausstattung an eine sehr spezielle Kundschaft richten, nämlich an besonders engagierte PC-Spieler. Zum anderen habe das Unternehmen ein Vertriebsproblem, weil sein Direktverkaufssystem außerhalb der USA kaum verbreitet sei. nVidias Bestellseite für Deutschland  nennt derzeit allerdings immerhin fünf Onlineshops, bei denen das Gerät bestellbar ist. Die Auslieferung soll im August erfolgen.

mak