Virtual-Reality-Brille Facebook stellt neue Version der Oculus Rift vor
Oculus Rift S
Foto: OculusOculus hat auf der Game Developers Conference (GDC) in San Francisco eine neue Virtual-Reality-Brille vorgestellt. Produziert wird sie in Zusammenarbeit mit dem Computerhersteller Lenovo. Gerüchte hatten schon länger auf das nun offiziell präsentierte Modell namens Oculus Rift S hingedeutet.
Die Rift S soll im Handel langfristig den Platz der Rift einnehmen, der bislang bekanntesten Oculus-Brille. Wie das Ursprungsmodell wird auch die S-Variante einen leistungsstarken PC voraussetzen, mit dem sie mittels eines langen Kabels verbunden wird. Sie ist damit das neueste Premiummodell von Oculus, das mit Samsungs Gear VR und der Oculus Go auch Mobile-VR-Brillen im Programm hat.
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Der merklichste Unterschied zur Standard-Rift dürfte das Tracking-System sein. Anders als bisher müssen für den Betrieb der Rift S keine Sensoren mehr im Raum platziert werden, die die Bewegungen des Spielers und die Position der Controller erfassen. Das Tracking-System ist nun Teil der Brille.
Evolution statt Revolution
Bei der S-Variante ist unter anderem auch die Auflösung des Displays höher (1280 x 1440 Pixel pro Auge statt bisher 1080 x 1200). Zudem erinnert die Brille vom Aufbau her ein wenig an die Playstation VR von Sony. Dadurch könnte auch das Aufsetzen etwas leichter fallen als bisher.
Der Website "TechCrunch" zufolge sprach Oculus-Mitgründer Nate Mitchell auf einer Pressekonferenz davon, dass das neue Gerät "eine Evolution, keine Revolution" sei. "TechCrunch" schreibt, die Rift S sei zwar teurer als die Oculus Rift (die in Deutschland samt Touch-Controllern derzeit für 400 Euro zu bekommen ist), sie fühle sich aber billiger an. So sollen etwa die Kopfhörer nicht mehr so gut sein.
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Auf den Markt kommen wird die Rift S laut Oculus bis zum Sommer. Es ist davon auszugehen, dass auf ihr alle bereits erschienenen Rift-Games laufen werden. In den USA wird die Rift S samt Handcontrollern für rund 400 Dollar plus Steuern erhältlich sein, ein Deutschland-Preis ist noch nicht bekannt. Der US-Preis zeigt aber, dass sie ähnlich viel kosten wird wie eine zweite Oculus-Neuheit.
Dabei handelt es sich um ein weiteres, auf den ersten Blick massenmarkttauglicheres Oculus-Headset namens Quest, das bereits vor einigen Monaten enthüllt wurde. Leistungsmäßig ist dieses Modell oberhalb der Oculus Go, aber unterhalb der bisherigen Rift, die die Rechenpower eines Gaming-PCs nutzt, einzuordnen.
Die Quest allerdings braucht zur Nutzung keinen PC und keine Kabelverbindungen, was sie deutlich mobiler und einsteigerfreundlicher macht. Oculus scheint mit der Quest vor allem auf Gelegenheitsspieler zu zielen und mit der Rift S eher auf Hardcore-Gamer, die fürs Zocken ohnehin leistungsstarke Hardware daheim haben.
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Oculus wurde 2012 unter anderem von Palmer Luckey und Brendan Iribe gegründet, die heute beide nicht mehr im Unternehmen sind. Seit 2014 ist Oculus Teil von Facebook, was sich für das einstige Start-up als Chance und Herausforderung zugleich erwies, wie ein kürzlich erschienenes Buch dokumentiert.