Palmer Luckey geht: Oculus-Gründer verlässt Facebook - DER SPIEGEL
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Abgang von Palmer Luckey Oculus-Gründer verlässt Facebook

Palmer Luckey hat die Firma hinter der Virtual-Reality-Brille Oculus Rift gegründet. Vor drei Jahren verkaufte er an Facebook, nun verlässt er das Unternehmen. Zuletzt gab es immer wieder Negativschlagzeilen um ihn.
Palmer Luckey mit Handcontrollern Oculus Touch
Palmer Luckey mit Handcontrollern Oculus Touch

Palmer Luckey mit Handcontrollern Oculus Touch

Foto: © Robert Galbraith / Reuters
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Drei Jahre nach der Übernahme seiner Firma durch Facebook verlässt Oculus-Gründer Palmer Luckey die Firma. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte dem Branchenblatt "Business Insider",  dass Luckey, 24, am Freitag seinen letzten Tag in der Firma habe.

Luckey ist der Erfinder des Virtual-Reality-Headsets Oculus Rift. Das soziale Netzwerk von Mark Zuckerberg hatte 2014 rund zwei Milliarden Dollar für Oculus gezahlt und seitdem massiv in die Virtual-Reality-Technik investiert. Zuletzt kamen zukaufbare Handcontroller für die Brille auf den Markt, die das Spielerlebnis noch realitätsnaher machen sollen.

Der Oculus-Sprecher wollte nicht sagen, ob Luckey die Firma freiwillig verlässt oder gefeuert worden ist. "Wir werden Palmer vermissen", zitiert "Business Insider" den Sprecher. "Sein Erbe geht weit über Oculus hinaus. Sein Erfindergeist half dabei, die Revolution der modernen Virtuellen Realität loszutreten." Man sei Luckey für seine Dienste sehr dankbar.

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Kontroverse um Spende an Anti-Clinton-Organisation

Der Oculus-Gründer hatte in den letzten Monaten immer wieder mit Negativschlagzeilen für Aufsehen gesorgt. Auf der Entwicklerkonferenz von Oculus im Oktober vergangenen Jahres, der Oculus Connect 3, fehlte er auf der Bühne. Wichtige Teile der Connect-Keynote wurden stattdessen von Facebook-Chef Zuckerberg selbst vorgetragen. Der hat das Thema Virtual Reality (VR) zur Chefsache erklärt.

Damals war spekuliert worden, dass Facebook sich aufgrund der jüngsten Querelen um Luckey entschieden haben könnte, Oculus bis auf weiteres nicht öffentlich durch Luckey vertreten zu lassen: Luckey war in die Kritik geraten , weil während des US-Wahlkampfs publik geworden war, dass er eine Organisation namens Nimble America unterstützt hatte. Die setzte sich unter anderem mit Anti-Clinton-Memes für Donald Trump ein.

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Später entschuldigte sich Luckey . Er habe zwar 10.000 Dollar an Nimble America gespendet. Er betonte allerdings, bei der anstehenden Wahl selbst Gary Johnson, den Kandidaten der Libertären Partei, wählen zu wollen. "Es tut mir sehr leid, wenn meine Aktionen sich negativ auf die Wahrnehmung von Oculus und seinen Partnern ausgewirkt haben", hieß es Ende September auf Facebook. "Meine Aktionen waren meine eigenen und nicht repräsentativ für Oculus."

Klage gegen Oculus - und Vorwürfe gegen Luckey

Auch eine Klage der Spielefirma ZeniMax schadete dem Image: Darin warf ZeniMax Oculus und führenden Mitarbeitern Technologie-Diebstahl vor. Luckeys Anteil an der Entwicklung der VR-Brille sei nicht so groß wie in der Öffentlichkeit dargestellt. Das erste Gerät von ihm sei nur ein primitives Headset gewesen, hieß es von ZeniMax. Vielmehr habe ein ZeniMax-Mitarbeiter entscheidende Vorarbeit geleistet, um die Brille zur Serienreife zu bringen.

Im Dezember erst hatte Zuckerberg zudem den ehemaligen Google- und Xiaomi-Manager Hugo Barra zum neuen Chef von Oculus gemacht. Barra teile seine Überzeugung, dass virtuelle Realität die nächste zentrale Computer-Plattform sein werde, schrieb Zuckerberg damals. Luckey erwähnte er nicht.

gru