Ring mit Gestenerkennung Computerbefehle per Fingerzeig
Screenshot aus dem Nod-Werbeclip: Gestenerkennung per Ring
Foto: YouTubeBeim berührungslosen Steuern elektronischer Geräte kommt es vor allem auf die korrekte Erkennung einzelner Gesten an. Diese Aufgabe will ein Start-up-Team aus ehemaligen Google- und Jawbone-Entwicklern nun gelöst haben, sein Hightech-Fingerring soll auch für den Privatgebrauch taugen. Der Ring namens Nod arbeitet mit Bluetooth und kann Cursorbewegungen am Rechner, aber auch elektronische Haushaltsgeräte steuern. Die offene Plattform ist mit den Betriebssystemen Windows, OS X, iOS, Android 4.4 und Linux kompatibel .
Optisch mutet der Nod ein wenig klobig an. Er besitzt ein kleines Touchpad und zwei Bedienknöpfe. Innerhalb einer Reichweite von zehn Metern sollen sich PC, Smartphones, Tablet-Rechner und entsprechend ausgestattete TV-Geräte mit Handgesten steuern lassen. Das Touchpad und die Knöpfe des Nods bieten zusätzliche Kontrolle und erlauben allerlei Aktionen, vom Heranzoomen auf Bildschirmen bis zur Temperatursteuerung im Haus.
Der wasserdichte Ring, der am Zeigefinger getragen wird, soll in vier verschiedenen Größen ausgeliefert werden. Sein Akku hält angeblich einen Tag durch, dann muss der Finger-Computer wieder an die Ladestation. Seit Dienstag kann das Gadget zum Stückpreis von 149 Dollar bestellt werden, die Auslieferung soll ab Herbst erfolgen.
Ganz neu ist Technik zur Gestenerkennung nicht, im Alltag zum Einsatz kommt sie zum Beispiel bei Microsofts Xbox-Steuerung Kinect. Außerdem wurde gerade erst bekannt, dass die Redmonder an einer schlauen Tastatur arbeiten, auf der nicht nur getippt werden kann. Die spezielle Tastatur soll es dem Anwender auch erlauben, mit Wischbewegungen über den Tasten bestimmte, vom Touchscreen her vertraute Aktionen durchzuführen .
Ob Nod sich im Massenmarkt durchsetzt, wird sich zeigen. Während ein "Techcrunch"-Autor ein positives Fazit zieht , urteilt die Tech-Seite "The Register " kühl, bislang hätte Hardware zur Gestenerkennung die Welt nicht gerade in Begeisterung versetzt. Der Bluetooth-Ring werde höchstwahrscheinlich nur ein weiterer Punkt auf der "Schön, aber nutzlos"-Liste für Hightech-Produkte werden.