Schneller Surfen: Opera kündigt iPhone-Browser an - DER SPIEGEL
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Schneller Surfen Opera kündigt iPhone-Browser an

Er könnte Apples Handy schneller machen und die Mobilfunknetze entlasten: Kommende Woche will Opera eine iPhone-Version seines Webbrowsers Opera Mini vorstellen. Ob die Software jemals im App Store erscheint, ist jedoch fraglich.
Opera Mini: Der beliebteste Mobil-Browser läuft jetzt auch auf dem Apple-Handy
Opera Mini: Der beliebteste Mobil-Browser läuft jetzt auch auf dem Apple-Handy

Opera Mini: Der beliebteste Mobil-Browser läuft jetzt auch auf dem Apple-Handy

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Die norwegische Opera Software ASA will kommende Woche zeigen, wovon viele iPhone-Nutzer seit langem träumen: Einen Alternativen Webbrowser für das iPhone. Die Software soll Daten wesentlich schneller laden, Webseiten schneller anzeigen als Apples Safari. Die dafür notwenige Komprimierungstechnik nutzen die Norweger seit langem erfolgreich in anderen Versionen ihres Browsers.

Mit Hilfe der Opera-Technik sollen Webseiten sechsmal schneller auf das iPhone geladen werden können als mit Apples Safari. Eine solche Verbesserung würde sich nicht nur in deutlich kürzeren Ladezeiten widerspiegeln, sondern könnte sich konkret auf die Datenübertragungskosten der Anwender auswirken. Die könnten dadurch eine kleinere Quasi-Flatrate buchen, kämen mit einem geringeren monatlichen Datenvolumen aus.

Aber auch die Provider würden profitieren. Laut Opera wird die zu übertragende Datenmenge beim Surfen mit Opera Mini um bis zu 90 Prozent reduziert. Vor allem den Mobilfunknetzen des US-Anbieters AT&T könnte so etwas sehr gelegen kommen. Das Unternehmen steht seit Monaten in der Kritik, weil iPhone-User über lahme Netz-Performance klagen. Offenbar ist das AT&T-Netz dem Ansturm der Web-surfenden iPhone-Nutzer nicht gewachsen.

Auf der Handy-Messe Mobile World Congress, die kommende Woche in Barcelona stattfindet, will Opera die Software erstmals zeigen. Allerdings soll der Browser ausschließlich Journalisten und Partnern des Unternehmens vorgeführt werden. Eine öffentliche Vorführung soll es nicht geben.

Nur ein PR-Stunt?

Geoff Blaber von CCS Insight sieht in Operas offensiver Ankündigung eine Art PR-Stunt. "Sollte Apple sich entscheiden, Opera den Vertrieb von Opera Mini über den App Store zu verbieten, hätte das Unternehmen eine knifflige PR-Übung durchzustehen", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Bisher allerdings ist es Apple-Politik, neben dem hauseigenen Safari keine weiteren kostenlosen Browser auf dem iPhone zu dulden. Aus eben diesem Grund hat sich auch noch kein größeres Unternehmen daran versucht, eine solche Software für das iPhone zu programmieren - die bislang erhältlichen Alternativ-Browser sind von Kleinanbietern und samt und sonders kostenpflichtig.

Dass Opera sich nun proaktiv daran gemacht hat, einen solchen Browser zur Marktreife zu bringen, kann man nur als mutige Investition ansehen. Opera-Mitgründer Jon von Tetzchner allerdings gibt sich zuversichtlich: "Wir haben die Software noch nicht an den App Store übermittelt. Aber wir hoffen, das Apple seinen Anwendern diese Auswahl nicht verwehren wird".

Gäbe Apple seinem Drängen nach, wäre Opera Platz eins im App Store sicher. Auf anderen Handyplattformen ist Opera Mini seit langem der populärste Webbrowser - und das aus gutem Grund.

Korrektur: In einer früheren Version dieses Artikels war zu lesen, es gebe keine alternativen Browser fürs iPhone. Es gibt jedoch bislang nur keine alternativen kostenlosen Browser für das Handy, kostenpflichtige Lösungen von Kleinanbietern sind erhältlich. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

mak