Chips unter Pferdehaar Sony erfindet die W-Lan-Perücke
Smartwig-Skizze: So stellt sich Sony die Zukunft des Wearable Computing vor
Foto: uspto.govGoogle hat eine Datenbrille entwickelt, Samsung eine Datenuhr, Sony zieht nun mit einer Daten-Perücke nach. Ein öffentlich zugänglicher US-Patentantrag des japanischen Elektronikkonzerns beschreibt etwas wirklich Neues: einen Computer unter Kunsthaar. Oder Yak-, Pferde- oder Menschenhaar, Federn oder Wolle - so steht es im Patentantrag .
In der Perücke sollen Chips und Sensoren stecken, zudem ein W-Lan-Modul und beispielsweise ein GPS-Empfänger zum Navigieren. Wie man mit einer Perücke navigiert? Ganz einfach: Sie vibriert an den Seiten und gibt so die Richtung vor, in die man laufen soll. Das klingt absurd, könnte aber für Menschen mit Sehbeeinträchtigung dem Smartphone-Bildschirm überlegen sein.
Smartwig-Skizze: Powerpoint mit berührungsempfindlichen Koteletten
Foto: uspto.govDie Sony-Ingenieure haben noch einige andere Ideen für das Gerät namens Smartwig: Die vernetzte Perücke könnte vibrieren, wenn eine neue E-Mail ankommt. Und sie könnte Powerpoint-Präsentationen revolutionieren - durch berührungsempfindliche Koteletten. Die Sony-Ingenieure stellen sich das so vor:
"Obwohl Präsentation heute eines der wichtigsten Elemente in der modernen Wirtschaft sind, hat sich der Stil bislang nicht grundlegend geändert. Das in diesem Patentantrag vorgeschlagene System könnte das ändern. (…) Während einer Präsentation kann der Nutzer beispielsweise vor- und zurückspringen, indem er die Koteletten drückt."
Das klingt lustig, aber als lustige Idee wurde ja auch einmal bemannte Raumfahrt abgetan. Sonys Ingenieure jedenfalls sind zuversichtlich, dass sich die vernetzte Perücke eines Tages durchsetzen wird, so steht es zumindest im Patentantrag:
"Dieses Gerät hat anders als die bisher bekannten Formen von Wearable Computing das Potential, einmal sehr populär und weitverbreitet zu sein."
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