Stagefright-Lücke Google muss nachbessern
Logo der Sicherheitslücke Stagefright: Noch immer ein Problem
Foto: zimperiumDie Stagefright-Sicherheitslücke beschäftigt Google, die Handyhersteller und somit auch Hunderte Millionen Android-Nutzer länger, als zunächst abzusehen war. Das Problem schien vergangene Woche grundsätzlich gelöst, als Google sechs Updates in Umlauf brachte . Damals machte auch die gute Nachricht die Runde, dass Google künftig regelmäßige Android-Updates anbieten will - ein Vorhaben, das große Hersteller wie Samsung und LG befürworten.
Nun jedoch muss sich Google erneut für seine Patch-Politik rechtfertigen. Die Sicherheitsexperten von Exodus Intelligence weisen in einem Blogbeitrag darauf hin, dass eines der sechs Updates fehlerhaft gewesen sei - bei einem Test konnten sie jedenfalls einen Telefon-Absturz herbeiführen. Konkret geht es um ein Update, das laut Exodus Intelligence nur vier Zeilen angepassten Code beinhaltet.
Die Sicherheitsfirma schreibt, man habe Google am 7. August auf den Fehler hingewiesen, aber zunächst keine Rückmeldung mit Blick auf eine Überarbeitung des Updates erhalten. Unter anderem aus diesem Grund habe man sich entschlossen, das Problem öffentlich zu machen.
Patch zum Patch wird gerade ausgeliefert
In einer aktuellen Google-Stellungnahme für das Tech-Blog "The Verge" heißt es, das Unternehmen habe bereits einen aktualisierten Patch fertiggestellt und an die Partnerfirmen ausgeliefert. Besitzer von Nexus-Geräten sollen den Patch mit dem nächsten großen Android-Update im September bekommen. Für Besitzer anderer Geräte ist noch kein konkreter Zeitpunkt bekannt. Es sei aber wahrscheinlich, dass das Update auch hier mit den neuen monatlichen Aktualisierungen ausgeliefert werde.
Öffentlich diskutiert wird die Stagefright-Sicherheitslücke mittlerweile seit gut zweieinhalb Wochen. Die Schwachstelle erlaubt es Hackern prinzipiell, ohne das Zutun des Nutzers per MMS auf die Daten von Android-Smartphones zuzugreifen. Mehr zur Lücke lesen Sie hier.