Technik-Pionier Ray Dolby ist tot - DER SPIEGEL
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Technik-Legende Ray Dolby ist tot

Jeder Kinogänger kennt zumindest seinen Nachnamen: Dolby steht für ein Rundum-Hörerlebnis. Der Klangvisionär starb im Alter von 80 Jahren in Kalifornien.
Ray Dolby (2012): "Einen echten Visionär verloren"
Ray Dolby (2012): "Einen echten Visionär verloren"

Ray Dolby (2012): "Einen echten Visionär verloren"

Foto: Ryan Miller / AP / dpa
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Der amerikanische Technikpionier Ray Dolby ist tot. Nach schwerer Krankheit starb er am Donnerstag im Alter von 80 Jahren in seinem Haus in San Francisco, teilten die Veranstalter der Grammys mit.

Sein Nachname ist wohl zumindest allen Kinobesuchern und Audio-Freunden ein geläufiger Begriff. Ohne die Dolby-Technologie wäre das moderne Kino undenkbar. Durch die Installation von mehreren Lautsprechern und die Mehrkanaltechnologie machte Dolby den Klang im Kinosaal zum Erlebnis (hier Details zur Surround-Technik). Zu seinen wichtigsten Innovationen gehören auch Filter zur Unterdrückung von Hintergrundgeräuschen.

Auch die Ära der Compact-Kassette war geprägt von seinem Rauschunterdrückungssystem: Kein handelsübliches Tapedeck kam ohne "Dolby"-Taste aus. Besonders beliebt: Die Taste bei der Aufnahme drücken und beim Abspielen wieder rausnehmen - dann rauschte es zwar mächtig, aber der Sound war schön scharf.

"Seine Leidenschaft für Ton hat zu Erfindungen geführt, die die Art und Weise verändert hat, wie wir Musik hören und Filme schauen", hieß es von den Grammy-Veranstaltern.

Für ihre Technologie wurden Dolby und seine Firma mit zehn Oscars und 13 Emmy Awards ausgezeichnet. "Wir haben heute einen Freund, einen Mentor und einen echten Visionär verloren", erklärte der Chef von Dolby Laboratories, Kevin Yeaman. Dolby hatte die Firma 1965 gegründet.

juh/twi/dpa/afp

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