Virtual Reality: Google plant angeblich Android-VR - DER SPIEGEL
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Virtual Reality Google entwickelt angeblich neue VR-Brille

Einem Zeitungsbericht zufolge entwickelt Google eine neue Virtual-Reality-Brille. Das Gerät könnte dazu dienen, eine VR-Version des Android-Betriebssystems einzuführen.
Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums probieren VR-Brillen aus: Das Thema interessiert fast jeden
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Foto: Laurent Gillieron/ dpa
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Google arbeitet an einer neuen Version seiner Virtual-Reality-Brille Project Cardboard, berichtet die "Financial Times " (kostenpflichtiger Artikel) am Montag. Im Gegensatz zu Project Cardboard, der ersten VR-Brille des Konzerns, soll das neue Modell demnach mit "verbesserten Sensoren, Linsen und einem robusteren Kunststoffgehäuse" ausgestattet sein.

Mit Project Cardboard hatte der Konzern das Thema 2014 einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Cardboard war das Freizeitprojekt einiger Google-Entwickler, bevor die Konzernspitze es zu einem groß angelegten neuen Entwicklungsvorhaben machte. Wie der Name sagt, bestehen Cardboard-Brillen aus Pappe, werden meist als Bausatz geliefert. Die Linsen und eine kleiner Magnet sind neben dem Pappkorpus die einzigen Bauteile. 2015 wurde eine verbesserte Version von Cardboard veröffentlicht. Mittlerweile stellen etliche Firmen die Falt-Bausätze her.

Google gab bisher an, mit dem Projekt keine eigenen kommerziellen Interessen zu verfolgen. Vielmehr sollten die Papp-VR-Brille dazu dienen, anderen Herstellern die Richtung vorzugeben. Zudem bekamen mit Cardboard viele Entwickler erstmals die Möglichkeit, VR-Apps zu entwickeln. Darüber hinaus kosten Cardboard-Brillen nur wenige Euro, sollen dazu dienen, vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, Virtual Reality auszuprobieren.

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Cardboard: So bastelt man die Pappbrille

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Anders als in den VR-Brillen von Oculus und HTC braucht man keinen Hochleistungs-PC, um mit einer Cardboard-Brille Virtual-Reality-Anwendungen zu nutzen. Stattdessen wird ein Smartphone in die Brille gesteckt, das gleichzeitig als Computer und Bildschirm dient. Zudem werden die Sensoren des Handys benutzt, um Position und Lage des Nutzers zu erkennen.

Das Konzept scheint aufzugehen, zumindest einige Firmen haben kommerzielle, viel aufwendiger gebaute VR-Brillen auf Basis von Project Cardboard entwickelt. Allen voran steht hier Samsung mit seiner Gear VR, eine 100 Euro teure Kunststoffbrille mit verbesserten Linsen und zusätzlichen Sensoren.

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Ähnlich wie die Samsung-Brille scheint nun auch Googles neue VR-Brille zu werden. Laut "FT" wird auch sie in einem Plastikgehäuse stecken, verbesserte Linsen aufweisen und mit eigenen Sensoren ausgestattet sein. Der wichtigste Unterschied zur Gear VR wird sein, dass man sie nicht nur mit bestimmten Samsung-Smartphones, sondern mit vielen unterschiedlichen Android-Handys verwenden können wird. Angelehnt an Googles Nexus-Smartphones könnte eine solche Brille vielleicht Nexus VR heißen.

Der Grund, weshalb Google nun doch noch eine kommerzielle VR-Brille auf den Markt bringen will, könnte die Einführung einer neuen VR-Technologie im Android-Betriebssystem sein. Schon lange gibt es Gerüchte, der Konzern arbeite an einer Art Android VR. Damit könnte gemeint sein, dass bestimmte Virtual-Reality-Technologien direkt in das Betriebssystem integriert werden.

Ein solcher Schritt würde dem Thema VR erneut einen Schub nach vorn geben. Wenn Entwickler bei VR-Apps direkt auf Betriebssystemfunktionen zugreifen könnten, wäre es für sie leichter, solche Apps zu entwickeln. Vor allem aber könnte es auf diese Weise für die Anwender komfortablere und intuitivere Möglichkeiten geben, VR-Apps mit der Brille auf dem Kopf zu steuern.

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Wenn sich die Gerüchte bewahrheiten, wird Google die neue VR-Brille vermutlich Mitte Mai auf seiner Entwicklerkonferenz Google I/O vorstellen. Die ersten Exemplare würden dann vermutlich an Entwickler verteilt, damit sie Software dafür schreiben können. Mit einer breiten Verfügbarkeit könnte man dann ungefähr im September rechnen, also rechtzeitig fürs Weihnachtsgeschäft.

Wie immer bei Nexus-Geräten würde freilich auch für eine Nexus VR gelten, dass sie in erster Linie als Technologieträger gedacht ist, der anderen Unternehmen zeigen soll, was technisch möglich ist - um diese zum Nachahmen zu animieren.

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mak