Weihnachtstipps Geschenke für Nerds
"Luke, ich bin Dein Vater": Alles, was Sie schon immer über Lego-Star-Wars wissen wollten
Dorling Kindersley ist ein Verlag, über den die Fans von Do-it-yourself-Pilates, Kochbüchern oder Wellness-Titeln vielleicht häufiger stolpern als die Leser technischer Fachbücher. Auch die aber schalten irgendwann im Laufe des Tages ab und suchen geistige Entspannung. Der Homo technicus, auch gemeiner Nerd genannt, entpuppt sich dabei trotz gehobenen IQ mitunter als Zeitgenosse mit Interessen, die von anderen Menschen nicht immer verstanden werden. Godzilla-Filme gehören dazu (aber bitte nur die alten!), "Batman"-Comics, Carrera-Bahnen und - natürlich - das Eintauchen in die Themenwelten von "Star Wars" oder "Star Trek".
Fans und Liebhabern der ersten Star-Kategorie (Trekkies und Jedi-Jünger sind absolut nicht kompatibel) hat Dorling Kindersley einen wahren Leckerbissen zu bieten: Das "Lego Star Wars Lexikon der Figuren, Raumschiffe und Droiden".
Klingt doof, ist aber definitiv höherer Blödsinn, also höchst attraktives Nerd-Lesefutter: nicht nur, weil der Prachtband eine putzige Lego-Sammelfigur enthält und mit zahlreichen Abbildungen begeistert. Nein, nur hier erfährt man auch, dass "Count Dookus offener, repulsorliftbetriebener Düsenschlitten" dem Sith-Lord bei der Schlacht von Geonosis die Flucht erlaubte - mit den Geheimplänen für den Todesstern in der Tasche!
Jetzt mal ehrlich: Hätten Sie das gewusst?
Wenn Sie bis hierher gelesen haben, womöglich schon. Darum sollen Sie auch den Rest erfahren: Das Buch hat 96 durchgehend farbig bebilderte Seiten, ist angeblich für Leser ab sieben Jahren geeignet und bietet für 16,95 Euro einen Fundus an Wissen, mit dem man ein Diplom erwerben könnte, wenn es an deutschen Unis das Fach Starwarsologie schon gäbe. Fazit: ein Schmöker, mit dem sich männliche Nerd-Gäste von sieben bis 57 kichernd im Wohnzimmer parken lassen.
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Netbook oder Subnotebook? Aktuelle Traumgeräte im handlichen Format
Mit dem Beginn des nächsten Jahres wird die Grenze zwischen Netbook und Subnotebook weiter verschwimmen. Die war im Marktsegment der 12-13-Zöller bisher vor allem über Preis und Leistung definiert: Netbooks waren billiger, boten und leisteten aber auch deutlich weniger, Subnotebooks waren auch per Design zu prestigeträchtigen Schmuckstücken aufpolierte Rechner, die oft zu den teuersten Angeboten auf dem Mobilrechnermarkt gehörten.
Jetzt aber kommen mit Macht Netbooks, die mehr leisten. Der erste Effekt dieses Trends ist, dass Sie zurzeit Zehn-Zoll-Netbooks regelrecht hinterhergeworfen bekommen: Der Einstiegspreis für solide Geräte liegt inzwischen bei 250 Euro und manchmal darunter, prächtige Exemplare schießt man um 300. Wer mit der Konfiguration der ersten Generation zufrieden ist (zehn Zoll, 160 GB, ein GB Arbeitsspeicher, Atom-CPU mit 1,6 GHz, Win XP), macht mit dem Resteabverkauf des Samsung NC10 ein Schnäppchen oder entscheidet sich beispielsweise für das ebenfalls sehr gute Asus 1005H, das zurzeit schon ab 279 Euro zu haben ist. Hauptkriterien der Auswahl: Tastaturgüte muss stimmen, Sechs-Zellen-Akku sollte verbaut sein, die Mindestauflösung von 1024 x 600 Pixel erreicht werden, der Rest interessiert kaum noch.
Samsung N510: Nur klein war gestern
Eine Klasse darüber liegen die ION-Netbooks zwischen 11,6 bis 12 Zoll, wie das Lenovo S12 (Achtung: mit und ohne ION-Chipsatz auf dem Markt!) oder Samsungs N510. Vor allem letzteres hat in vielen Tests der letzten Monaten unter den Netbooks die Nase vorn, ist mit einem Normalpreis um 500 Euro aber auch relativ teuer. Jetzt, knapp vor Weihnachten, sieht man es erstmals in Angeboten ab 459 Euro (das S12 ebenfalls): Der ION-Chip mit seiner den anderen Netbooks deutlich überlegenen Grafik rechtfertigt den Preis, denn die Performance nähert sich hier der eines Subnotebooks.
Unter denen glänzt Acer zurzeit mit seiner Timeline-Serie, die exorbitant lange Akku-Laufzeiten verspricht. Die kleinsten Modelle treten dabei in direkte Konkurrenz zu den schnellsten Netbooks am Markt und sind hier inzwischen auch preislich eine echte Alternative.
ULV: Intels neues Zauberwort
So finden sich auf vergleichbarem Preisniveau wie die ION-Netbooks S12 und N510 etwa die Acer-Modelle 1410 und 1810. Die 11,6-Zoll Subnotebooks sind äußerlich nicht zu unterscheiden, decken aber - Angebote berücksichtigt - eine Preisspanne von 399 Euro bis etwa 650 Euro ab. Grund dafür sind die verbauten Chips und variierenden Konfigurationen: Es sind nicht Atoms, sondern verschiedene Varianten der neuen ULV-Chips von Intel. Die kleinsten (z.B. SU3500, Celeron M ULV 723) sind Ein-Kern-Chips mit relativ geringer Taktzahl (typisch: 1,3 - 1,4 GHz). Interessant sind aber vor allem die Doppelkernprozessoren.
Acer 1810: Große, etwas wackelige Tastatur (hier ist Samsung besser), ansonsten Top-Leistung für den Preis
Die heißen in diesem Fall SU2300 (2x1,2 GHz), SU3500 (2x1,4 GHz), SU4100 (2x1,3 GHz) oder SU7300 (2x1,3 GHz). Die Zahl in der Typenbezeichnung ist ein Hinweis auf die "Wertigkeit" und korreliert mit steigendem Preis des Produktes. Maßgeblich sind hier nicht nur die Performance, die durch die Bank besser ist als bei den Atom-Prozessoren, sondern auch die Effizienz: Das Spitzenmodell SU7300 begnügt sich mit zehn Watt und ermöglicht so bei Sechs-Zellen-Akkus Laufzeiten von acht Stunden und mehr - die "Chip" testete ein 1810-Subnotebook mit elf Stunden Laufzeit.
Weitere Vorteile der "Subs" gegenüber Netbooks: Volles Windows 7, freiere Konfigurierbarkeit der Komponenten. In Vergleichstests zwischen Samsungs N510 und Acers 1810er-Reihe hat mal das eine, mal das andere Gerät die Nase vorn, was der besseren Performance des Acer-Geräts und der besseren Tastatur und Ergonomie des Samsung geschuldet ist. Ansonsten tritt hier ein schneller Kleinwagen gegen einen kleinen, aber feinen sportlichen Mittelklassewagen an: Boliden sind beide nicht, aber attraktive ultramobile Rechner, mit denen sich arbeiten und multimediale Unterhaltung genießen lässt.
Tipp: Als Preisschnäppchen entpuppt sich im Clash der zwei so oft getesteten Spitzenmodelle mitunter das 1410, allerdings nur mit der SU2300-CPU. Das Vorläufermodell der Doppelkern-1810er ist zurzeit ab 399 Euro zu haben: Hier lohnt sich auf jeden Fall der Aufpreis zur Doppel-CPU.
Tendenziell stiegen Mobilrechner-Preise in den letzten Wochen eher, erst jetzt kommen Angebote. Von denen wird man nach Weihnachten noch viel mehr sehen: Mit der CES im Januar kommt die nächste Generation der ION-Netbooks und ULV-Subnotebooks, die noch einmal für Preisbewegung sorgen werden. Denn spätestens zur Cebit sind die dann auch in Deutschland zu haben.
Geschenktipp für Pragmatiker und Schwaben - mit Technik lässt sich Sparen
Herzerwärmend: Geld sparen durch weniger Heizen
Themenwechsel von sexy Gadget zu pragmatischen Lösungen: Im Trend liegen neben diversen Energiesparlampen, die uns als Surrogate für richtige Glühbirnen dienen sollen, zurzeit Heizkosten einsparende Techniken.
Eine der effektivsten und preiswertesten Lösungen hört auf den Namen Uhr, worauf man eigentlich schon früher hätte kommen können: Immer mehr Hersteller bieten Thermostate an, die man wie einen Wecker stellen kann. Wann soll es angehen, wann soll es ausgehen? Wann ist jemand im Haus, wann nicht?
Der Vorteil der kleinen Dinger gegenüber der Steuerungselektronik älterer Heizungsanlagen: Die kennt nur Gesamt-An oder Gesamt-Aus, reguliert die Wärme - anders als moderne Haussteuerzentralen mit individueller Raumtemperaturregelung -, aber nicht individuell in bestimmten Räumen. Das hat doch was.
Zu haben sind die digital programmierbaren Drehdinger in Baumärkten und bei Versendern von Amazon bis Pearl, die Preise reichen von rund 25 bis 60 Euro. Funklösungen bieten hier noch einmal eine Steigerung, die Heizungen automatisch deaktiviert, wenn sich Fenster öffnen.
Fazit: Eine pragmatische Alternative zu Standard-Papa-Geschenken wie Socken oder Schlipsen. Kann man sich auch selbst schenken. Wer Papa dagegen ganz unpragmatisch eine Freude machen will, schenke ihm lieber "Die Marvel Chronik: 70 Jahre Heldentum" (gebunden, 89 Euro) oder in englischer Sprache das ähnlich ausgestattete, aber weit preiswertere "Marvel Chronicle: A Year by Year History" (gebunden und im schicken Schuber-Karton, 19,50 Pfund).
Zum Abschluss: Jamiri darf nicht fehlen
Selbstporträt: Ja, so sieht Jamiri wirklich aus, allerdings nicht immer
Seit Jahren schimpfen wir Jamiri unseren Hauszeichner. Da kann es nicht verwundern, dass der Gute uns jedes Mal, wenn er ein neues Meisterwerk auf den Markt wirft, massiv unter Druck setzt, dafür zu trommeln: Wer nicht spurt, könnte schließlich zur Strafe gezeichnet werden - in jeder Hinsicht.
Da weisen wir dann doch lieber aufs neue Opus hin, "Arsenicum Album" heißt es, kostet 13 Euro und ist bei Edition 52 erschienen. Der Inhalt?
Jamiri, wie wir ihn kennen und lieben: eingebildet und elitär, aber auch selbstironisch bis zur Schmerzgrenze, philosophisch und versoffen. So manche Perle kennen Leser von SPIEGEL ONLINE schon, doch hat es - wir gestehen es neidlos zu - eine ganz eigene Qualität, die Zeichnungen in ihrer ganzen Pracht gedruckt bewundern zu können.
Genug gelobhudelt, hier ein Appetitmacher:
Jamiri: Zeichen der Zeit