Windows 10 Mobile: Microsoft beendet Support im Dezember 2019 - DER SPIEGEL
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Support-Ende Mit Windows-Smartphones ist bald Schluss

Noch gibt es ein paar, die es nutzen. Doch zum Jahresende beendet Microsoft die Unterstützung für sein Handybetriebssystem Windows 10 Mobile. Der Konzern empfiehlt, zur Konkurrenz zu wechseln.
Windows 10 auf einem Smartphone und PC (Archivbild)
Windows 10 auf einem Smartphone und PC (Archivbild)

Windows 10 auf einem Smartphone und PC (Archivbild)

Foto: Peter Steffen/ dpa
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Noch bis zum 10. Dezember 2019 will Microsoft Fehlerbehebungen und Sicherheitsaktualisierungen für Windows 10 Mobile veröffentlichen. Danach sind Nutzer des 2015 eingeführten Smartphonebetriebssystems auf sich allein gestellt.

Sollten nach diesem Datum neue Sicherheitslücken in der Software entdeckt werden, wovon man ausgehen kann, wären die Geräte Angriffen schutzlos ausgesetzt. Angesichts des mickrigen Marktanteils, den Netmarketshare mit 0,04 Prozent taxiert , dürfte die Wahrscheinlichkeit aber gering sein, dass sich irgendein krimineller Hacker dafür interessieren wird. Es gibt größere und lohnenswertere Ziele.

Dabei hatte Microsoft ursprünglich viel Hoffnung in sein eigenes Mobilbetriebssystem gesetzt - und viel Geld in dessen Entwicklung investiert. Mit Windows 10 Mobile hatte der US-Konzern 2015 das nicht minder glücklose Betriebssystem Windows Phone 8.1 abgelöst.

Vor fast genau vier Jahren, am 22. Januar 2015 zeigte Microsoft-Manager Joe Belfiore auf einer Pressekonferenz eine frühe Version von Windows 10 Mobile. Die Idee war damals einleuchtend: Microsoft wollte künftig ein einheitliches Windows 10 für PC, Tablet und Smartphone entwickeln.

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Foto: Matthias Kremp

Das sollte auch Entwicklern zugutekommen, die eine einmal programmierte App mit minimalen Änderungen auf allen drei Plattformen anbieten konnten. Für die Nutzer brachte das den Vorteil, dass solche Apps auch auf allen drei Plattformen ähnlich zu bedienen waren und über Microsofts Cloud-Angebot auf einen gemeinsamen Datenbestand zugreifen konnten.

Durchgesetzt hat sich diese Systematik dennoch nicht. Stattdessen preschte beispielsweise Apple mit iPhones, iPads und iMacs voran, zwischen denen man Daten nahtlos austauschen kann. Etwa, indem man auf einem Mac beginnt einen Text zu schreiben, den man auf seinem iPad beendet oder ein mit dem iPhone geknipstes Foto ohne Umweg am Mac in ein Worddokument einsetzt.

Neue Funktionen für Windows 10 Mobile entwickelt Microsoft schon seit 2017 nicht mehr, das letzte große Funktionsupdate wurde im Oktober 2017 veröffentlicht. Etwa zeitgleich hatte Manager Belfiore das Ende der Weiterentwicklung angekündigt. Dieser Schritt war wohl unumgänglich, denn der Marktanteil war schon damals auf bescheidene 0,1 Prozent gefallen.

Ähnlich wie bei der Ankündigung, den Support für Windows 7 2019 auslaufen zu lassen, bedeutet das Support-Ende für Windows 10 Mobile nicht, dass damit bestückte Geräte den Dienst einstellen werden. Vielmehr hat Microsoft angekündigt, vorhandene Updates auch weiterhin zur Verfügung stellen zu wollen - falls es noch jemanden gebe sollte, der einen Bedarf dafür hat.

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Den wenigen, die bis heute an dem glücklosen System festgehalten haben, rät Microsoft zum Umstieg auf Konkurrenzprodukte: "Nach Ablauf des Supports für das Betriebssystem Windows 10 Mobile empfehlen wir, dass Kunden zu einem unterstützten Android- oder iOS-Gerät wechseln.", heißt es in einer FAQ zum Ablauf des Supports .

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