0x10c: Markus Perssons neues Spiel nach Minecraft - DER SPIEGEL
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"Minecraft"-Nachfolger "0x10c" Klötzchen-Spieler bastelt Weltraum-Simulator

In "Minecraft" konnten Gamer ihre Lieblingsspiele aus Pixel-Klötzchen neu bauen, im neuen Spiel des schwedischen Entwicklers Markus Persson sollen sie alte Computer programmieren - oder einfach so durch ein sterbendes Universum fliegen.
"0x10c": So heißt das neue Spiel des "Minecraft"-Machers
"0x10c": So heißt das neue Spiel des "Minecraft"-Machers

"0x10c": So heißt das neue Spiel des "Minecraft"-Machers

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der schwedische "Minecraft"-Entwickler Markus Persson arbeitet an einem neuen Spiel, in dem Menschen in einer fernen Zukunft mit Raumschiffen durchs All reisen, die von 16-Bit-Computern gesteuert werden.

Wie kommen 16-Bit-Rechner in die Zukunft? Grund ist ein kleiner Dateneingabefehler in einem alternativen Universum im Jahr 1988. In der Welt von "0x10c " (so der Titel des Spiels) hatte der Wettlauf der Supermächte ins All kein Ende. Auf dieser Erde sind Weltraumreisen im Jahr 1988 en vogue (für sehr reiche Kunden zumindest).

Eine neue Tiefschlaf-Kammer ist gerade auf den Markt gekommen, kompatibel mit den ultramodernen 16-Bit-Steuerrechnern. Bei den mitgelieferten Treibern gab es allerdings einen Programmierfehler, die Software interpretiert ein Jahr Kälteschlaf als eine Billion Jahre Kälteschlaf, und so erwachen die erste Kältekammer-Kunden eine Ewigkeit später in einem langsam untergehenden Universum.

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Mittelerde in "Minecraft": Tolkiens Fantasiewelt in Blockform

Was man in dieser Spielwelt tun soll, klingt sehr nach der legendären Weltraumsimulationen wie "Elite" oder "Privateer": handeln, kämpfen, plündern, Planeten erforschen. Neu ist das: programmieren! Das Spiel soll einen 16-Bit-Rechner emulieren, der das Schiff steuert, an dem die Spieler sich aber auch die Zeit mit Computerspielen im Spiel vertreiben können, während langer Erzabbau-Missionen zum Beispiel. Der Rechner im Spiel soll programmierbar sein, verspricht Markus Persson, er will in Kürze die technischen Details zum emulierten Rechner veröffentlichen.

"Elite" im Spiel spielen

Über Twitter sammelt Entwickler Persson Anregungen der Fans und spekuliert über Elemente des Spiels, das sich derzeit noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase befindet. Man könnte vielleicht die Rechner (die emulierten im Spiel) von Mitspielern mit selbstgeschriebenen Viren infizieren, sagt Persson - er werde sie nicht stoppen, eine Abwehr müssten die Spieler schon selbst programmieren. Persson denkt auch an eine Art App Store im Spiel: "Sobald Software im Spiel verfügbar ist, werden Spieler die Rechner im Spiel wie normale Computer nutzen können."

Sprich: Auf den emulierten 16-Bit-Maschinen der Raumschiffe in "0x10c" könnte "Elite" laufen - neben einem Anti-Viren-Programm natürlich. Abgesehen von diesen Details steht nur wenig fest - "0x10c" entsteht gerade erst. Beim Geschäftsmodell ist Persson sich recht sicher: Sehr wahrscheinlich wird es eine kostenfreie Einzelspieler-Version geben und eine kostenpflichtige Version, bei der Spieler Teil eines größeren, serverbasierten Spieluniversums mit anderen Spielern sind, das sich auch weiterentwickelt, wenn sie offline sind. Persson plant eine monatliche Abo-Gebühr.

Abgesehen davon steht nur das fest: Es gibt auf jedem Raumschiff nur eine beschränkte Energieversorgung. Um beispielsweise die Tarnvorrichtung eines Schiffs zu aktivieren, muss man vielleicht das Licht dimmen und die Rechner herunterfahren und so weiter. Ein Detail hat Persson noch verraten: Mit Gewebeklebeband (duct tape) kann man auf einem Schiff fast jeden Defekt reparieren - für kurze Zeit.

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