Screenshot aus dem Livestream: Links das Aquarium, rechts "Street Fighter 2"
Aus blub, blub, blub wird bämm, bämm, bämm: Auf einem Twitch-Videokanal kann man sich ansehen, wie zwei Fische Charaktere des Prügelspiel-Klassikers "Street Fighter 2" steuern. Schwimmen sie im Aquarium herum, gehen ihre Spielfiguren aufeinander los.
"Fish Play Street Fighter " heißt der kuriose Kanal, der schon einige hunderttausend Mal aufgerufen wurde. Im Videofenster ist sowohl das Aquarium zu sehen, als auch ein "Street Fighter 2"-Ausschnitt. Das Zuhause von "Aquarius" und "Robert the Bruce" wurde in neun Abschnitte unterteilt, jedem Abschnitt sind Richtungs- oder Aktionentasten zugeordnet. Solange sich ein Fisch im Abschnitt aufhält, wird die entsprechende Taste im Spiel gedrückt.
Ob gerade Aquarius die Sprungtaste aktiviert hat oder Robert, erkennt ein Computerprogramm anhand der Farbe des Fisches. Die Fische können auch mehrere Tasten gleichzeitig aktivieren, wenn sie sich zum Zeitpunkt der Softwareabfrage genau zwischen zwei Bereichen befinden.
Bislang zwei Tagessiege für Aquarius
Obwohl nicht jedes Fischduell spannend verläuft, macht es Spaß, die Kämpfe live zu verfolgen. Eine Bereicherung sind die Kommentare neben dem Videokanal, mit Anfeuerungsrufen wie "Mach es, Robert" und "Rob ist so ein Taktiker". Auch auf Twitter finden sich viele Kommentare zum Kanal, etwa: "Ich habe gerade irgendwelchen Fischen beim 'Street Fighter'-Spielen zugesehen. Sie sind nicht besonders gut, aber vermutlich sind sie in den Top 2, was Fische angeht ."
Die Duelle zwischen Aquarius und Robert the Bruce laufen seit Montag, bislang hat der orangefarbene Aquarius zwei von drei Tagessiegen errungen . Der Macher von "Fish Play Street Fighter", laut Eigenangaben ein 23-jähriger Kanadier, betont in der Kanalbeschreibung: "Die Fische bekämpfen sich nur im Videospiel, nicht im echten Leben."
Völlig neu ist die Idee, Schwimmbewegungen eines Fischs zur Spielsteuerung zu nutzen, nicht. Vor Kurzem machte der Kanal "FishPlaysPokemon " Schlagzeilen, bei dem ein Fisch beeinflusst, was in einer "Pokemon"-Partie geschieht. "FishPlaysPokemon" seinerseits war eine Parodie auf ein Mehrspieler-Experiment namens "TwitchPlaysPokemon", das im Februar startete. Hier können Internetnutzer aus aller Welt per Tastatureingaben an einer Pokemon-Partie teilnehmen.