Angespielt: God of War III - DER SPIEGEL
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"God of War III": Unappetitliches Spiel mit gigantischer Grafik

Angespielt God of War III

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Warum eigentlich müssen Spiele mit einer bombastischen Grafik so oft unappetitlich sein? "God of War III" zum Beispiel sieht toll aus, ist klar, detailreich und flüssig animiert - und nutzt das, um darzustellen, wie Gedärme herausgezogen, Augen ausgestochen oder Gegner verbrannt werden. Was vielleicht kein Wunder ist, denn die Spielehandlung basiert lose auf der griechischen Mythologie und die ist ja nicht gerade frei von Gewalt. Zudem muss wohl klar gemacht werden, dass der Protagonist Kratos kein angenehmer Zeitgenosse ist.

Dennoch: Allzu oft wirkt das hier so, als ob jedes Register in Sachen Gewalt gezogen werden muss, als ob es nicht ausreicht, einfach nur eklig zu sein, sondern man richtig fies eklig werden muss, damit die Zielgruppe zufrieden ist. Es ist Gewalt, die um ihrer selbst dargestellt wird, und nicht weil sie die Geschichte voranbringt oder wichtig für das Spiel wäre. Und sie verdeckt den Blick darauf, dass "God of War III" eigentlich ein gut inszeniertes und packendes Spiel ist.

"God of War III" von Sony für Playstation 3, ca. 60 Euro; USK: Ab 18 Jahren

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