Angespielt: Little Big Planet 2
Angespielt Little Big Planet 2
Auf den ersten Blick ist "Little Big Planet 2" ein ganz normales Spiel: Ein Geschicklichkeitsspiel mit einem sympathischen Protagonisten, der Jutefigur Sackboy. Der hüpft durch die Level, weicht Gegenständen aus und legt Schalter um. Eingebettet ist das in eine abstruse Geschichte, die man schon nach dem zweiten Abschnitt nicht mehr verfolgen kann, deren absurder Humor dennoch Spaß macht. "Little Big Planet 2" ist eine gute Fortsetzung des ersten Teils, die Steuerung wurde verbessert, aber sonst finden sich wenige Veränderungen. Wer den Vorgänger gespielt hat, wird sich sofort heimisch fühlen, Sackboy ist so gekleidet, wie man ihn hinterlassen hat und selbst die Startzentrale wird aus dem Spielstand des ersten Spiels importiert.
Deutlicher verändert und verbessert aber wurde ein anderer Teil des Spiels. Der wirklich kreative und neue, denn "Little Big Panet" ist auch ein großartiger Baukasten für Bastler. Spieler können eigene Level bauen und diese Kreationen dann übers Konsolennetz anderen zur Verfügung stellen. Nahezu alles, was man sich in zwei bis drei Spielwelt-Dimensionen vorstellen kann, kann auch im Spiel umgesetzt werden. Aus dem Hüpfspiel wird so ein Rennspiel, die Adaption eines Spielhallenklassikers oder gar ein Versuch, das Betriebssystem Windows nachzuahmen. Das ist vielfach bizarr, oft auch frustrierend, weil viele der selbstgemachten Level nicht gerade Meisterwerke sind. Doch immer wieder findet man Perlen und diese sind es letztlich, die "Little Big Planet 2" zu einem Spiel machen, neben dem man erst einmal kein anderes Spiel mehr braucht.
"Little Big Planet 2" von Sony für Playstation 3, ca. 60 Euro; USK: Ab 6 Jahren
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