Angespielt: Skulls of the Shogun - DER SPIEGEL
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Skulls of the Shogun: Totenreiter auf dem Schlachtfeld

Foto: 17-BIT

Angespielt Skulls of the Shogun

Das Aufessen von Schädeln als Spielprinzip - klingt nach einem Splatter-Horror-Spiel für Leute mit Geschmacksverirrung. Tatsächlich aber ist "Skulls of the Shogun" eine kleine Perle. Das Xbox-360-Downloadspiel fordert den Kopf heraus, auch wenn der Plot reichlich albern ist.
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"Esst mehr Schädel, wir können nicht stark genug sein." Es ist dieser Satz, der mich endgültig zum Lachen gebracht hat. Gesprochen wird er von einem Shogun-General, der nicht einsieht, warum er im Reich der Toten nicht mehr verehrt wird, einen Aufstand gegen die Hüter der Totenwelt anzettelt und dafür eine kleine Gruppe von Skelett-Kriegern um sich sammelt, die sich von Schädeln ernähren. Warum auch nicht.

Das Szenario mag leicht irre wirken, das Spielprinzip von "Skulls of the Shogun" ist nicht neu: Spieler und Gegner ziehen jeweils abwechselnd ihre Figuren über das Feld, nach jedem Zug wird abgerechnet. Das erinnert - nicht nur vom Spielaufbau, sondern auch in seiner Niedlichkeit - an die "Advance Wars"-Reihe von Nintendo. Und noch in einem weiteren Punkt: Unter der etwas albernen Oberfläche liegt ein gutes und herausforderndes Spiel, das schon nach wenigen Kämpfen sehr komplex wird.

Und so ziehe ich Totenreiter über das Schlachtfeld, lasse meinen General Schmähsprüche ausstoßen, freue mich über alberne Unterhaltungen und kratze mich immer mal am Kopf, weil ich gerade nicht weiß, welchen meiner Krieger ich wohin ziehen soll. Eines aber habe ich verinnerlicht: Ich lasse sie jeden Schädel essen, den sie erbeutet haben.

Das sagen die anderen: Gut bis sehr gut beurteilen die meisten Kritiker "Skulls of the Shogun". Ein Spiel, das Spaß macht und unter einer etwas albernen Oberfläche sehr anspruchsvoll wird. Nur wenige bemängeln umständliche Kämpfe und mangelnden Charakter.

"Skulls of the Shogun" von Microsoft für Xbox 360, ca. 15 Euro; USK: Ab 12 Jahren