Angespielt: "Stickets"
"Stickets" angespielt Das gemeinste Puzzlespiel seit langem
Heimlich mache ich es nachts noch einmal an, liege wach, denke über Lösungen nach. Drehe mein iPad, um vielleicht aus einer anderen Perspektive einen besseren Überblick zu bekommen. Sehe Lücken, denke Stränge zu Ende, versuche, das Scheitern noch einmal abzuwenden. Scheitern werde ich trotzdem - unweigerlich.
"Stickets" hält sich an den wichtigsten Grundsatz für Puzzlespiele: einfache Regeln. Alle Steine haben die gleiche Form, ein kleiner Haken aus drei Feldern, die jeweils blau, gelb und rot sind. Die Verteilung ist unterschiedlich. Diese Steine müssen jetzt auf ein quadratisches Spielfeld gelegt werden, das in 25 kleine Felder unterteilt ist. Das Gemeine dabei: Mindestens drei verbundene Felder müssen die gleiche Farbe haben. Dann lassen sie sich löschen und machen Platz für die nächsten Steine. Oder auch nicht. Mit zunehmender Dauer ist der letztere der wahrscheinlichere Fall.
Das Spielprinzip allein macht "Stickets" nicht großartig. Es ist die Kombination aus Spiel, klarer Grafik und Klang. Der ist elektronisch angenehm, steigert sich zu Melodien, je schneller ich Steine auflöse oder verstummt mahnend, wenn ich zu lange nachdenke. Und fast klingt er vorwurfsvoll, wenn ich den letzten Stein falsch setze und das Spiel zu Ende ist. Und ich von vorne anfange. Wieder mal.
"Stickets" von Wanderlands für iOS, 2,69 Euro