Angespielt: The Witcher 2 - DER SPIEGEL
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Angespielt: The Witcher 2

Angespielt The Witcher 2

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Es gibt Fantasy-Titel und es gibt Fantasy-Titel. Während man im Regelfall einen mehr oder weniger strahlenden Helden übernimmt, der gegen das Böse kämpft, gibt einem das Rollenspiel "The Witcher 2" einen wenig pflegeleichten Protagonisten an die Hand: Geralt von Riva, ein Hexer, der in Intrigen verwickelt wird und sich je nach Spielweise sehr unterschiedlich entwickeln kann. Er ist eine vielschichtige Gestalt, wenig gewinnend und doch faszinierend. Düster, so wie die Welt, die das polnische Entwicklerstudio CD Project entworfen hat.

So wie das Dorf Flotsam, in dem das Spiel startet. Das ist toll anzusehen und doch ein schlimmer Ort. Elfen leben hier als Geknechtete, Rassismus ist üblich, Gewalt gegen Frauen nicht selten. "The Witcher 2" lebt davon, dass hier eine kontroverse Welt dargestellt wird. Es ist ein Spiel, das beim Sex nicht wegschaut, das ihn aber auch nicht als plakative Werbemasche benutzt. "The Witcher 2" ist ein Titel, der sich Zeit nimmt und für den man sich Zeit nehmen muss. Ein Spiel, das seine Längen hat, aber das immer wieder zu faszinieren weiß und eine wohltuende Ablenkung vom Fantasy-Einerlei ist.

"The Witcher 2" von Namco Bandai, für PC, ca. 40 Euro; USK: Ab 16 Jahren

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