Audio Defence: Zombie Arena für iOS - DER SPIEGEL
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"Audio Defence: Zombie Arena" In dieser App kommen Zombies durch den Kopfhörer

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Blinder Krieger trifft auf Zombiehorde: Im Smartphone-Shooter "Audio Defence: Zombie Arena" schießt der Spieler auf Gegner, die er nicht sieht. Nur der Sound aus dem Kopfhörer verrät, aus welcher Himmelsrichtung der nächste Untote angreift.

Das Stöhnen kommt immer näher, das Herz pocht immer lauter. Wenn ich mich nicht täusche, dann schlurft von links vorn ein Zombie auf mich zu. Ich drehe mich mit dem Smartphone in den Händen noch ein wenig hin und her, um die Richtung einzugrenzen. Dann drücke ich ab. Der Schuss sitzt. Das sehe ich zwar nicht. Aber ich höre, wie der Zombie ein letztes Mal grunzt und sein Körper leblos auf den Boden plumpst. Ich habe mich auf den räumlichen Klang meiner Stereokopfhörer verlassen. Mit Erfolg.

Gutes Zuhören gehört zum Spielprinzip der englischsprachigen Shooter-App "Audio Defence: Zombie Arena" , die es für 4,49 Euro für iPhones und iPads zu kaufen gibt. Mittels von Geräuschen orientiert sich der Spieler in der Welt der Untoten. Man hört lediglich, aus welcher Richtung gerade ein Zombie heranschleicht, wie weit er noch entfernt ist - und ob er eine Kettensäge bei sich trägt.

Letzteres klingt dann so .

Ein klassischer Zombie dagegen hört sich so an .

Und ein Hunde-Zombie so .

Anweisungen per Lautsprecher

Ein Spielleiter namens Dr. Bastard beobachtet das Spektakel und gibt dem Spieler einige Anweisungen über Lautsprecher. Um den Spieler zu verwirren, platziert er manchmal auch einen lärmenden Generator in der Kampfzone und spielt dazu laute Musik ab.

Das Smartphone-Display hilft auch bei großem Lärm nicht beim Orientieren. Dort werden lediglich vier große Knöpfe angezeigt, mit denen man die Waffe nachlädt und entscheidet, ob man sich mit einer Pistole, einem Raketenwerfer oder einer Bratpfanne gegen die Angreifer wehrt. Um die Blickrichtung zu ändern, nimmt man das Smartphone in beide Hände und dreht sich auf der Stelle.

Was von außen betrachtet ziemlich komisch aussieht, funktioniert sehr gut. Mit ein wenig Übung hört man schnell, wohin sich der nächste Schlag mit der virtuellen Bratpfanne richten muss. Allerdings reagieren die Buttons auf dem iPhone in einigen brenzligen Situationen leider zu langsam für eine erfolgreiche Verteidigung.

Mit ihrem neuen Spiel hat sich der Hersteller Somethin' Else vom Abenteuerprinzip der App-Erfolge "Papa Sangre" und "Papa Sangre II" verabschiedet. Bei "Audio Defence: Zombie Arena" haben Entwickler die Interaktionsmöglichkeiten auf die reine Ballerei reduziert. Das Spielprinzip ist ungewöhnlich, macht Laune und ist ziemlich nervenaufreibend. Leider bleibt im akustischen Dauerfeuer der Langzeitspaß ein wenig auf der Strecke.