Erste Details zu "Call of Duty: Ghosts" - DER SPIEGEL
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"Call of Duty: Ghosts": So sieht der Shooter für die neue Xbox aus

"Call of Duty: Ghosts" für die Xbox Noch detailreicher, noch realistischer

Der nächste Titel der "Call of Duty"-Reihe erscheint nicht nur für die neue Xbox, auf Microsofts Spielekonsole soll "Ghosts" aber besonders gut aussehen. Hier kommen Grafikmethoden zum Einsatz, die ursprünglich von Pixar entwickelt wurden. Waffen und Gesichter sehen nun erheblich detaillierter aus.
Von Roland Austinat
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die erfolgreiche Egoshooter-Reihe "Call of Duty" bekommt nach "Modern Warfare" und "Black Ops" dieses Jahr die nächste Auskopplung. Anfang November soll "Call of Duty: Ghosts" erscheinen, mit neuer Grafik-Engine sowohl für die gängigen Plattformen als auch die nächste Konsolengeneration. Auch wenn noch nicht viele Details verraten wurden: In "Ghosts" folgt der Spieler offenbar einer kleinen Gruppe Elitekämpfer, die nach dem Zusammenbruch der USA auf sich allein gestellt kämpfen müssen.

Im Vergleich zu "Modern Warfare 3", dem letzten Serienteil des Entwicklerstudios Infinity Ward, sehen Waffen, Arme, Gesichter und Hunde erheblich detaillierter aus. Hunde? Weil ein mit Kamera und Funkgerät ausgestatteter Hund Teil vieler militärischer Spezialeinheiten ist, baten die Designer einen Schäferhund ins Studio. Der digitalisierte Vierbeiner ist nun Teil des Spiels.

In "Ghosts" sollen Grafikmethoden zum Einsatz kommen, die ursprünglich vom Zeichentrickfilmstudio Pixar entwickelt wurden. Ein "Sub D" genannter Algorithmus rechnet ein Gesicht aus 4000 Polygonen eigenständig auf 200.000 Polygone hoch und verpasst ihm so mehr Wirklichkeitsnähe. Wo vorher ein paar Dutzend Vielecke ein mit Kieselsteinen bedecktes Flussufer darstellten, sind es jetzt mehrere Tausend.

Individuellen Rückstoßanimationen

"Schon vor vielen Jahren hieß es: Eines Tages werden die Spiele so gut wie die heutigen Zwischensequenzen aussehen", sagt Infinity-Ward-Entwickler Mark Rubin. "Mit der nächsten Xbox kommen wir dieser Aussage deutlich näher." Man könne mehr Charaktere gleichzeitig auf den Bildschirm bringen und die Umgebung noch detailreicher und realistischer darstellen, etwa bei einem Kampf unter Wasser. Sechsmal mehr Lichtquellen und mehr künstliche Intelligenz sollen etwa dafür sorgen, dass dem Spieler unter Wasser Fischschwärme auf eindrucksvolle Weise ausweichen.

Der Grafiker Zach Volker (Animation Lead beim Studio Infinity Ward) freut sich vor allem über realistischere Bewegungsabläufe, die mit der neuen Grafik-Engine auf der neuen Xbox möglich sind: "Ein Sprung über ein Hindernis funktioniert viel geschmeidiger, und jede Waffe besitzt ganz eigene Animationsroutinen mit individuellen Rückstoßanimationen."

Schon in der Vergangenheit glänzte "Call of Duty" vor allem durch Spielmechanik und ein gutgefülltes Waffenarsenal, nicht durch besonders tiefsinnige Spielgeschichten.

Vorab gezeigt wurde allerdings nur ein Marsch durch einen Wald im Morgennebel - Kampfsequenzen wollte sich das Studio offenbar für die große Show bei der Xbox-Vorstellung Dienstagabend aufsparen. Am 5. November soll "Call of Duty: Ghosts" erscheinen. Ein bewährtes Spielkonzept, für alle gängigen Plattformen. Für neue Konsolen aufgebohrt mit besserer Grafik. Klingt nach einer sicheren Nummer.