Gerüchtewettstreit Was Xbox 720 und Playstation 4 können sollen
Bewegungssteuerung Kinect (Archivbild): Neue Xbox soll ohne Kinect gar nicht erst laufen
Foto: Oliver Berg/ dpaFür kommenden Mittwoch, den 20. Februar, hat Sony nach New York eingeladen, und in Spieleblogs und Fachmedien brodelt es deshalb. Es gilt als sicher, dass der japanische Konzern dort seine nächste Videospielkonsole vorstellen wird. Auch mit Blick auf Microsoft verdichtet sich die Gerüchtelage - mit großer Wahrscheinlichkeit wird auch der Windows-Konzern noch in diesem Jahr eine neue Konsole auf den Markt bringen.
Klar ist: Beide werden zweifellos mehr sein als reine Spielmaschinen. Microsoft und Sony haben längst den Weg zum Entertainmentcenter eingeschlagen. Beide gegenwärtigen Konsolen bieten Möglichkeiten, Filme anzusehen, Musik zu hören, zu chatten und, zum Teil in sehr reduzierter Form, auf Internetdienste zuzugreifen.
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Das werden beide ausbauen wollen - schließlich will man in der digitalen Zukunft ein Stück von dem Kuchen, den Apple und Google derzeit mit iOS und iTunes beziehungsweise Android und Google Play unter sich aufteilen. Damit nicht genug: Neue Spielekonsolen und Multimediaplayer wollen Apps auf den Fernseher bringen. Nvidia arbeitet an einer Android-Konsole, auch PC-Hersteller wie Dell drängen ins Wohnzimmer. Spielehersteller Valve arbeitet an einem eigenen Wohnzimmersystem, der Steambox.
Damit die neuen Konsolen von Microsoft und Sony zum Start schon eine Reihe hochkarätiger Spiele mitbringen können, müssen Entwickler mit der neuen Technik versorgt werden. Je näher die mutmaßliche Veröffentlichung rückt, desto mehr Details sickern so durch. Was davon sich tatsächlich im fertigen Produkt wiederfinden wird, lässt sich allerdings nur abschätzen.
Die Gerüchtelage zur Xbox 720, Codename Durango, wie sie unter anderem das Spieleblog Kotaku zusammen getragen hat:
- Multitasking - mehrere Spiele können parallel beziehungsweise im Hintergrund laufen. Dafür müssen die Spiele installiert werden. Hartnäckig halten sich Berichte, wonach eine ständige Onlineverbindung zum Spielen nötig sein soll.
- Ein Tablet dient als zweiter Bildschirm ("companion app"), so wie es Nintendos Wii U schon vormacht.
- Kinect ist integraler Bestandteil der Konsole, mit erweiterten Möglichkeiten, etwa Erkennung der Daumenposition beider Hände. Bis zu sechs Spieler können erfasst werden. Beim bisherigen Kinect sind es nur zwei. Ohne angeschlossenes Kinect soll die Xbox gar nicht erst laufen.
- 500 Gigabyte Festplatte
- CPU: 8-Kern, 64-Bit, mit 1,6 GHz Taktfrequenz
- Grafikkarte (GPU): 800 MHz mit DirectX 11.x
- 8 Gigabyte DDR3 Arbeitsspeicher
- Optisches Laufwerk für Datenträger mit 50 GB Speicherplatz
- 3D-Bildausgabe in 1080p möglich
- W-Lan integriert, aber auch LAN-Anschluss
- Audio-Output über HDMI oder optischen Ausgang, 7.1-Raumklang
- Controller an den bisherigen Xbox-Controller angelehnt
Die Gerüchtelage zur Playstation 4, Kotaku zufolge :
- CPU: 4 Doppelkern-AMD64-Bulldozer-Prozessoren
- Grafikkarte (GPU): AMD R10xx
- Arbeitsspeicher: 8 GB
- Zusätzlicher Videospeicher: 2,2 GB
- Optisches Laufwerk: Blu-ray
- Audio Output: HDMI optisch, bis zu 7.1-Raumklang
- Controller: Design erinnert an klassischen Dual-Shock-Controller. Spekuliert wird über ein berührungsempfindliches Touchpad irgendwo auf dem Controller, womöglich auf der Unterseite, so wie bei der Mobilkonsole PS Vita.
- Move-Controller kann ebenfalls benutzt werden - wie genau, ist unklar.
Als Festplattenkapazität wird hier 160 Gigabyte angegeben, aber da es sich bei dem hier beschriebenen Gerät um ein Entwicklermodell handelt, sagt diese Kennzahl wenig darüber aus, wie groß die Festplatte des Endkundengeräts tatsächlich sein wird.