Minecraft: Microsoft stellt Marketplace vor - DER SPIEGEL
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Online-Marktplatz "Minecraft"-Spieler sollen mit ihren Bauten Geld verdienen können

In "Minecraft" beginnt bald der große Klötzchenverkauf: Talentierte Bastler können ihre Konstruktionen online anbieten. Nutzer der Mobil- und der Windows-10-Version sollen sie dort kaufen.
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Viele "Minecraft"-Spieler können künftig direkt im Spiel von anderen erschaffene Klötzchenkreationen kaufen. Microsoft erweitert einige Versionen des beliebten Spiels dafür mit einem Marketplace genannten Onlineshop.

Über den Marketplace sollen ambitionierte Bastler ihre Werke leichter zu Geld machen können. Zum Angebot gehören Abenteuer-Maps, Textur-Pakete und Mini-Spiele. Zum Start werden laut Microsoft  einige Projekte bekannter Minecrafter erhältlich sein.

Der neue Shop soll nach Unternehmensangaben im Frühjahr für die Pocket Version, die etwa auf Android und iOS läuft, freigeschaltet werden, außerdem für Windows 10. Ob der Shop auch noch Einzug in die anderen Versionen des Spiels erhält, etwa auf Spielkonsolen, bleibt zunächst unklar.

Foto: TMN

Mitte April wird es eine öffentliche Betaphase in der Android-Version von "Minecraft: Pocket Edition" geben, heißt es in Microsofts Ankündigung . Sie soll hauptsächlich zum Testen der virtuellen Shop-Währung dienen, die Minecraft Coins heißt.

300 Coins für 1,99 Euro

Coins müssen von den Fans mit echtem Geld gekauft werden. Die Preise liegen laut Microsoft bei 1,99 Euro für 300, 4,99 Euro für 840 und 9,99 Euro für 1720 Coins. Wie viele dieser Coins hinterher für Kreationen im Marketplace verlangt werden, können die Entwickler entscheiden. Von Microsoft bereitgestellte Screenshots zeigen Beispielpreise von 200 Coins pro Inhalt. Microsoft gibt an, selbst mit einem Anteil von 30 Prozent an den Marketplace-Umsätzen mitzuverdienen.

Wer über den Marketplace selbsterstellte Inhalte verkaufen will, muss dafür zunächst Mitglied in einem "Minecraft"-Partnerprogramm werden . Wer dort nur einkaufen will, braucht ein Xbox-Live-Konto.

Das Herunterladen und Installieren von "Minecraft"-Inhalten, die nicht aus dem Marketplace stammen, soll laut Microsoft weiter möglich sein. Die neue Funktion sei ein Zusatzangebot. Sie soll auch die Gefahr von Infektionen mit schädlicher Software beim Installieren fremder Inhalte verringern.

mbö/dpa