Sega sagt Gamescom ab - DER SPIEGEL
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Videospielmesse Sega sagt Gamescom ab

Auch der Videospielkonzern Sega wird nicht an der Gamescom 2012 teilnehmen, die im August in Köln stattfinden wird. Sega ist das dritte Schwergewicht, das den Messeveranstaltern absagt: Auch Nintendo und der Publisher THQ werden in Köln nicht vertreten sein.
Sega-Maskottchen Sonic: Auftritt auf der Kölner Gamescom abgesagt
Sega-Maskottchen Sonic: Auftritt auf der Kölner Gamescom abgesagt

Sega-Maskottchen Sonic: Auftritt auf der Kölner Gamescom abgesagt

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Sega ließ in einer Pressemitteilung wissen, dass man der Gamescom mit der Absage für 2012 nicht endgültig den Rücken kehren wolle: "Der Messesauftritt 2011 war für Sega sehr erfolgreich, und die Veranstaltung bleibt auch zukünftig der wichtigste Termin im europäischen Event-Kalender." Doch die großen Produktionen des Jahres 2012 hätten Starttermine, die nicht mit dem August-Termin der Gamescom "harmonieren", so Sega. "Dies bedeutet jedoch nicht, dass Sega nie mehr an einer Gamescom teilnehmen wird - es handelt sich vielmehr um eine rein wirtschaftliche Entscheidung für das Jahr 2012", schränkt das Unternehmen ein.

Sega ("Sonic", "Virtua Tennis") ist damit das dritte große Unternehmen der Branche, das an der Gamescom 2012 nicht als Aussteller teilnehmen wird. Im April hatte Nintendo erklärt, man wolle die neue Konsole Wii U statt auf der Messe in Köln lieber im Rahmen eigener Veranstaltungen für Medien, Einzelhandel und Fans präsentieren. Auch Nintendo erklärte damals, die Gamescom sei für Nintendo Deutschland "die wichtigste Messe des Jahres", man werde aber dennoch "in diesem Jahr" nicht daran teilnehmen. Für deutsche Fans, die im Rahmen der Messe auf einen Erstkontakt mit Nintendos neuem Konsolenmodell gehofft hatten, war das eine herbe Enttäuschung.

Erst vor wenigen Tagen hatte auch der Publisher THQ Entertainment ("Darksiders", "Saints Row") bestätigt, er werde 2012 nicht an der Gamescom teilnehmen.

Die Videospielbranche ist derzeit im Umbruch begriffen. Social Games wie das Facebook-Spiel "Farmville", Smartphone- und Tablet-Spiele bilden eine neue Konkurrenz um Geld und Zeit der Kundschaft, die Lebenszyklen der aktuellen Generation von Spielkonsolen neigen sich dem Ende zu, Entwicklungen für die nächste Generation verschlingen große Investitionen. Eben erst musste der Branchenriese Electronic Arts Verluste von bis zu hundert Millionen fürs laufende Geschäftsjahr ankündigen.

cis