Xbox One: Microsoft will unsoziales Verhalten bestrafen - DER SPIEGEL
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Xbox One Microsoft erzieht Spieler zur Freundlichkeit

Microsoft wünscht sich bessere Umgangsformen beim Online-Spielen. Mit einem überarbeiteten System für die Spielkonsole Xbox One will das Unternehmen Spieler zum Nettsein erziehen.
Xbox-One-Controller: Reputationssystem mit drei Farben
Xbox-One-Controller: Reputationssystem mit drei Farben

Xbox-One-Controller: Reputationssystem mit drei Farben

Foto: Andy Rain/ dpa
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Wer sich beim Spielen von Online-Partien auf der Xbox One daneben benimmt, muss künftig mit Konsequenzen rechnen. Auf der Xbox-Website hat Microsoft am Mittwoch angekündigt, das Reputationssystem seiner Spielkonsole auszubauen . Nutzer, die ihren Mitspielern oder Gegnern häufig negativ auffallen, müssten womöglich etwa zeitweise auf die Streaming-Funktion der Konsole verzichten.

Das Reputationssystem der Xbox One kennzeichnet Spieler im Ampelfarben-Stil, von Dunkelgrün bis Rot. Grün ("good") ist die beste Reputation, Rot ("avoid me", also "meide mich") die schlechteste. In den gelben oder roten Bereich rutscht, wer von anderen Nutzern öfter wegen Beleidigungen oder anderem unsozialen Verhalten gemeldet wird, heißt es in Microsofts Erklärtext. Fällt die eigene Reputation von Grün auf Gelb, sollen Spieler durch eine Warnung darüber informiert werden.

Ernsthafte Konsequenzen drohen Spielern, wenn sie auch nach solchen Hinweisen negativ auffallen: Spielern mit roter Reputationsanzeige kann es laut Microsoft passieren, dass sie in Online-Spielen nicht mehr so leicht Mitspieler finden. Außerdem könnten ihnen Funktionen wie das Livestreaming über die Plattform Twitch gesperrt werden.

Das System soll Rache-Bewertungen erkennen

Gegen einen Missbrauch seines Systems will sich Microsoft per Algorithmus abgesichert haben: Das Reputationssystem soll demnach in der Lage sein, falsche Anschuldigungen zu erkennen, etwa, wenn sich Spieler nur für ein verlorenes Spiel rächen wollen - mit einer schlechten Bewertung ihres Gegners. Auch wer innerhalb weniger Wochen mehrfach gemeldet wird, soll nicht sofort Gefahr laufen, bestraft zu werden.

Das Thema Umgangsformen beim Spielen von Online-Games war schon im November intensiv diskutiert worden. Einige Xbox-One-Besitzer hatten damals zeitweise Account-Privilegien verloren, nachdem sie Spielmitschnitte mit obszöner Sprache ins Netz stellten. Microsoft hatte seinen Eingriff mit einem Verweis auf die Xbox-Live-Verhaltensregeln gerechtfertigt. In diesen Regeln heißt es zum Beispiel : "Seien Sie höflich und behandeln Sie andere mit Respekt. Nur weil Sie online sind, bedeutet dies nicht, dass Sie sich unverschämt verhalten dürfen."

mbö/dpa