iPhone-Zubehör Ein Telefon als Kuchenvorlage
Die Bandbreite der iPhone-Verehrung reicht von unspektakulären Modifikationen bis hin zu aufwendigen Produkten, die dem Handy fast schon eine religiöse Dimension zuschreiben. Einen geradezu klassischen Ansatz verfolgt beispielsweise der Designer Lyle Owerko , dessen "Boombox-Skin" das Telefon mittels Klebefolie und Bildschirmhintergrund zum Ghettoblaster macht.
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Dieses Telefon gibt kaltes Feuer
Schon etwas aufwendiger ist eine Software, die aus dem iPhone ein "virtuelles Feuerzeug" der Marke Zippo macht: Mit dem garantiert sinnfreien Programm kann man ein Feuerzeugdesign auswählen und anschließend den klassischen Mechanismus auf dem Touchscreen simulieren, um eine virtuelle Flamme zu entzünden (siehe unten).
Das iPhone-Jojo
Virtuell ist das Designkonzept "Yo Yo" des schwedischen Designer Peter Thuvander. Dieser schlägt vor, das Apple-Handy durch das Handgelenkspielzeug mit Energie zu versorgen. Das ist angesichts des Energiehungers des iPhones naheliegend, hat allerdings der Schönheitsfehler, dass hier nur ein bekanntes Konzept aufs Apple-Design getrimmt wurde (siehe Video unten).
Dieser Apfel leuchtet
Der richtige iPhone-Kult fängt aber ohnehin erst mit greifbaren Modifikationen und Produkten an. Zum Beispiel mit der professionell anmutenden Bastelarbeit russischer Apple-Fans, die ihrem Handy zu einem "echten" Mac-Apfel verholfen haben. Das iPhone hat nämlich nur ein schnödes Plastikapfel-Logo auf der Rückseite, das im Gegensatz zum Apfel auf den Mac-Laptops nicht leuchtet. Mit dem russischen Mod wird das Logo dagegen zum unübersehbaren Leuchtsignal, das synchron zur Bildschirmbeleuchtung ein- und ausgeschaltet wird.
Telefontasten als Keksvorlage
Die Verehrung des iPhone geht aber sogar schon weit jenseits des Handys weiter, wie zahlreiche Nachbauten zeigen. Mit den Modellen aus Lehm oder dem gestrickten Handy wird das Gerät völlig zum funktionslosen Fetisch.
Zuletzt fielen in dieser Kategorie Adaptionen des iPhone-Motivs auf, die nicht mehr das ganze Handy sondern nur noch die Bildschirm-Icons zitieren.
Etwa als Kuchendekor bei einem Cupcake-Wettbewerb in New York, bei dem die iPhone-Icons von Nick und Danielle Bilton den ersten Preis abstauben konnten (siehe Flickr-Fenster unten). Oder die Bierdeckel mit den iPhone-Icons, die die Firma Meninos für satte 60 Dollar anbietet.
Den bisherigen Höhepunkt des iPhone-Kults stellt aber unbestritten die Ladestation mit einer Steve-Jobs-Figur dar: Diese wird von einem semiprofessionellen Designer zum Verkauf angeboten, der nach eigenen Angaben den "historischen Moment" der iPhone-Präsentation durch den Apple-Chef auf einer Ladestation szenisch nachempfunden hat.
Sascha Koesch / Fee Magdanz / Robert Stadler