Netzwelt-Ticker Paris on demand
You Tube will mit Paris Hilton Geld verdienen
100 Millionen Downloads pro Tag machen YouTube zur unangefochtenen Nummer Eins der Video-Websites. Doch nun ist für die findigen Entwickler des kostenlosen Angebots offenbar die Zeit gekommen, die hohen Besucherzahlen in bare Münze umzuwandeln. Nach einem Bericht der "TechNewsWorld" sollen bezahlte Videos dieses Zweck erfüllen.
Den Anfang macht Paris Hilton, die mit einem eigenen Video-Channel für ihr musikalisches Erstlingswerk "Paris" die Werbetrommel rührt. Im Gegensatz zu gewöhnlicher Werbung können die "Video-Anzeigen" allerdings von den Anwendern bewertet und kommentiert werden. Im Fall von Paris Hilton kamen binnen kürzester weit über 1000 Kommentare zusammen, die zu einer durchschnittlichen Bewertung von 2,5 Sternen führten. Nicht gerade ein schmeichelhaftes Ergebnis.
Internet-Explorer: Löchriger Flicken
Eigentlich wollte Microsoft mit dem Update MS06-042 acht Sicherheitslücken im Internet Explorer stopfen. Das klappte auch, hatte aber zur Folge, dass der Web-Browser beim Ansteuern bestimmter Websites spontan abstürzte. Der Hersteller nahm daraufhin das Update vom Netz und versprach, in Kürze eine verbesserte Version anzubieten.
Wie nun die Sicherheitsfirma eEye Digital Security bekannt gab, hat das Update allerdings auch eine weitere Sicherheitslücke aufgestoßen. Demnach sind PCs unter bestimmten, sehr speziellen Umständen nach einem solchen Absturz von außen steuerbar. Laut "eWeek" hat Microsoft daraufhin beschlossen, das Update des Updates auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Bis eine endgültige Lösung verfügbar ist, sollten Anwender betroffener Systeme das Internet-Protokoll HTTP 1.1 deaktivieren. Wie das geht, erklärt der Microsoft-Support .
Nokia erlaubt User-Updates
Wie "The Register" meldet , können Nokia-Nutzer ihre Mobiltelefone ab sofort selbst mit der neuesten Firmware, dem Betriebssystem eines Handys, versorgen. Beim Konkurrenten Sony Ericsson besteht diese Option bereits sein langem, während Nokia-Kunden bisher auf die Hilfe eines Fachhändlers angewiesen waren, um sich fehlerbereinigte Software einspielen zu lassen.
Die, laut Nokia, einzige Einschränkung: So genannte "gebrandete" Firmware, die vom Netzbetreiber modifiziert wurde, kann nicht durch "ungebrandete" ersetzt werden. Als besonderes Goodie weist der Hersteller darauf hin, dass die Kosten einer eventuell notwendigen Reparatur, sollte das Update fehlschlagen, innerhalb der Garantiezeit von Nokia getragen werden. Bisher sind Firmware-Updates allerdings nur auf den britischen Support-Seiten zu finden. Im deutschsprachigen Bereich dagegen ist darauf bisher kein Hinweis zu finden. Aber das wird hoffentlich noch kommen.
Apple feuert fünf
Man sollte nicht auch noch damit prahlen, sich Raubkopien der Produkte seines Arbeitgebers besorgt zu haben. Diese Erkenntnis mussten fünf Apple-Angestellte mit ihrem Job bezahlen. Laut "Think Secret" wurden die fünf Mitarbeiter eines Apple Stores dabei belauscht , wie sie berichteten, eine Vorab-Version des kommenden Apple-Betriebssystems Mac OS X 10.5 aus dem Web geladen zu haben.
Nachdem sie ihre illegalen Umtriebe ihrem Arbeitgeber gegenüber zugegeben hatten, mussten alle fünf gehen. Einer der Betroffenen gab gegenüber "Think Secret" zu verstehen, man wäre sich der Konsequenzen dieser Handlung durchaus bewusst und auch bereit gewesen, die Konsequenzen zu tragen. Angeblich steht Dutzenden weiteren Shop-Mitarbeitern ein ähnliches Schicksal bevor. Für den Betrieb der in den USA weit verbreiteten Apple Stores dürfte das keine Probleme darstellen. Die Jobs dort sind derart beliebt, dass sich beim ersten Anzeichen, dass Apple eine neue Filiale eröffnen will, sofort hunderte Bewerber einfinden.
Sony plant mit vier Millionen
Die Einführung der Playstation 3, Mitte November, wird sich wohl in keiner Weise von der anderer Spielkonsolen unterscheiden, orakelt "ars technica" . Offenbar rechnet der Hersteller damit, zum Verkaufsstart rund zwei Millionen Geräte ausliefern zu können, die auf drei große Regionen - die USA, Japan und Europa - verteilt werden. Das, so scheint Autor Eric Bangemann zu glauben, dürfte kaum ausreichen, um die Nachfrage zu befriedigen.
Bis Jahresende dann will Sony insgesamt vier Millionen Geräte fertiggestellt haben. Ein enthusiastisches Ziel, bedenkt man, dass die Produktion noch nicht einmal begonnen hat. Laut Bangemann ist daher mit einem ähnlichen Chaos zu rechnen wie bei der Einführung der Xbox 360, die erst Monate nach dem Verkaufsstart in ausreichender Stückzahl verfügbar wurde.
Kaz Hirai, Chef von Sony Americas Computer Entertainment, verteidigt diese Vorgehensweise gegenüber "2old2play" . Seiner Meinung nach wäre wohl niemandem damit gedient, würde man den Verkaufsstart bis Juni 2007 hinauszögern, um vorher die Lager zu füllen. PS3-Jünger sollten sich also an die Empfehlung von "2old2play" halten, sich ebay-Accounts einrichten und Camping-Ausrüstung kaufen es könnte kalt werden im November.
Kuschelig
Gamern kann's jetzt warm werden. Allerdings nicht ums Herz, sondern eher im verlängerten Steißbein. Dafür soll der iCush-100 sorgen , ein Spiel-Stuhl mit integrierter Massagefunktion und Sitzheizung. Neben den normalen Massageprogrammen soll die vibrierende Sitzgelegenheit auch mit PC-Spielen synchronisierbar sein und deren Schlachtengetümmel in fühlbare Vibrationen umsetzen.
Außerdem kann das Sitzmöbel die Signale eines MP3-Players in rhythmische Bewegungen verwandeln und gleichzeitig die Musik über integrierte Lautsprecher wiedergeben. Eine ganz andere Anwendungsmöglichkeit für das 120 US-Dollar teure Vibrationsmöbel sieht allerdings Gizmodo-Autor Brian Lam : Pornofilme. Wie er sich das im Detail vorstellt, wollen wir lieber gar nicht wissen.