Eric Schmidt: Ex-Google-Chef wird Berater fürs Pentagon - DER SPIEGEL
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US-Verteidigungsministerium Pentagon lässt sich hacken - und von Eric Schmidt beraten

Das Pentagon sorgt sich um seine Datensicherheit - und bietet sich dafür Hackern als Ziel an. Mit dem ehemaligen Google-Chef Eric Schmidt hat es außerdem einen hochkarätigen Berater gewonnen.
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Foto: STAFF / AFP
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Das US-Verteidigungsministerium geht neue Wege, um seine Datensicherheit zu erhöhen. Wie das Pentagon am Mittwoch bekanntgab , sollen Experten von außerhalb demnächst dazu eingeladen werden, die Sicherheitsvorkehrungen einiger Teile der hauseigenen Systeme zu testen. Das Programm wird sich auf die öffentlich zugänglichen Webseiten des Pentagons beschränken.

Am Mittwoch wurde außerdem angekündigt , dass das Pentagon ein Beratergremium zusammenstellt, welches das Ministerium im Hinblick auf Innovationen beraten soll - etwa, wenn es um die Frage geht, welche technischen Lösungen das Pentagon einsetzen sollte. Das Gremium soll zudem die Zusammenarbeit zwischen dem US-Militär mit den Tech-Konzernen des Silicon Valley verbessern.

Den Vorsitz des sogenannten Defense Innovation Advisory Board übernimmt der Alphabet-Vorstandsvorsitzende Eric Schmidt, der früher Google-Geschäftsführer war. Sein Team soll aus bis zu zwölf Personen bestehen, Schmidt soll bei der Kandidatenauswahl mitentscheiden. Auf Diskussionen über Militäreinsätze oder Militärstrategien soll das Gremium keinen Einfluss haben.

Geldprämien für erfolgreiche Hacks

Hacker, die an der "Hack the Pentagon"-Initiative teilnehmen wollen, müssen sich und werden einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen. Sollte es ihnen gelingen, Lücken im System zu finden, könnten sie laut dem Ministerium Geldprämien oder "anderweitige Anerkennung" erhalten. Starten soll das Programm im April, Details zur Anmeldung sollen in den kommenden Wochen veröffentlicht werden.

In der Vergangenheit war das Pentagon immer wieder Opfer von Cyberattacken geworden, zuletzt im August, als vermutlich russische Hacker das E-Mail-System angriffen.

Das Verteidigungsministerium ist die erste amerikanische Regierungsorganisation, die ein solches Bug-Bounty-Programm startet. In der Wirtschaft sind diese Programme weit verbreitet, große Unternehmen wie Facebook, Microsoft und die Telekom betreiben sie seit längerem. Allein Facebook hat seit 2011 mehr als vier Millionen Dollar an Hacker ausgezahlt, die Sicherheitslücken meldeten.

mbö/dpa