Nach Treffen von Trump und Xi Jinping USA und China richten Kommunikationskanal für KI-Zwischenfälle ein
Donald Trump empfängt Xi Jinping (l.) in den USA: »Dialog über Superintelligenz«
Foto: Annabelle Gordon / EPADie USA und China werden nach Angaben des Weißen Hauses einen direkten Kommunikationskanal für Zwischenfälle im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz einrichten. Beide Seiten hätten einen »US-chinesischen Dialog über Superintelligenz« vereinbart, in dem sie sich über Risiken und Chancen der Technologie austauschen wollen.
Die Vereinbarung folgt auf Forderungen nach einem engeren Austausch der beiden international führenden KI-Mächte. Uno-Generalsekretär António Guterres hatte die USA und China zu einem Dialog über die Zukunft der Technologie aufgerufen und dabei auf Kommunikationskanäle zwischen Washington und Moskau während des Kalten Krieges verwiesen.
In der Erklärung des Weißen Hauses hieß es weiter, beide Seiten würden den Begriff »Superintelligenz« anstelle von künstlicher Intelligenz nutzen. US-Präsident Donald Trump hatte schon am Dienstag bei der Uno-Generaldebatte von »Superintelligenz« gesprochen. »Superintelligenz« klinge »viel besser« und sei als Bezeichnung »viel passender«, sagte Trump. Zugleich hatte er sich gegen internationale Regeln zur Kontrolle der Technologie gewandt.
Vor dem Treffen hatte der US-Präsident erklärt, Superintelligenz werde »ein großes Diskussionsthema sein, aber ich möchte, dass alles genau so bleibt, wie es ist«. Das sei auch Chinas Position, fügte er hinzu. Chinas Präsident Xi Jinping hatte hingegen erklärt, die USA und China hätten »die Verantwortung, KI zum Wohle der Allgemeinheit zu entwickeln und zu verwalten und dafür zu sorgen, dass ihre Entwicklung stets unter menschlicher Kontrolle bleibt«.
US-Zoo bekommt angeblich zwei Pandas
Das Weiße Haus teilte am Freitag außerdem mit, dass China bei dem Besuch zugestimmt habe, in den Jahren 2027 und 2028 mindestens zehn Millionen Tonnen Kohle aus den USA zu importieren. Zudem hätten sich beide Seiten auf bessere Zollbedingungen für »nicht sensible« Waren geeinigt. Der Erklärung zufolge sollte zudem ein US-Zoo zwei Pandas aus China bekommen. Peking äußerte sich zunächst nicht zu der Erklärung des Weißen Hauses.
Trump hatte den dreitägigen Staatsbesuch seines chinesischen Amtskollegen zuvor als erfolgreich bewertet. Das Treffen sei »sehr positiv für beide Länder gewesen«, sagte er am Freitag vor Journalisten. Trump und Xi bestätigten, sich beim Apec-Gipfel im chinesischen Shenzhen im November sowie beim G20-Gipfel im Dezember in Miami wiederzutreffen.