OpenAI: KI brachte Nutzerbilder eigenmächtig auf Onlineplattformen - DER SPIEGEL
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Eigenständige Hackingaktivitäten KI von OpenAI brachte Nutzerbilder zu Onlineplattformen

Erstmals wird Fehlverhalten der KI von OpenAI bekannt, bei dem auch Daten von ChatGPT-Nutzern betroffen waren. Zudem heißt es nun, man habe »Dutzende« Websitebetreiber über KI-Eskapaden unterrichtet.
Logo von OpenAi (Symbolbild): Problematisches Vorgehen
Logo von OpenAi (Symbolbild): Problematisches Vorgehen

Logo von OpenAi (Symbolbild): Problematisches Vorgehen

Foto: Carlos Barria / REUTERS

Künstliche Intelligenz (KI) des ChatGPT-Entwicklers OpenAI hat 53 Mal von Nutzern hochgeladene Bilder auf Onlineplattformen platziert. Die Links dazu seien nicht öffentlich gewesen, erklärte OpenAI. Ein Großteil sei bereits wieder entfernt worden und man arbeite mit den Plattformen daran, auch den Rest zu löschen. Es ist der erste bekannt gewordene Vorfall, bei dem auch Daten von OpenAI-Nutzern betroffen waren.

Unterdessen deutet sich an, dass noch viele weitere Enthüllungen um eigenständige Hacking-Aktivitäten der KI von OpenAI folgen könnten. Man habe »Dutzende« Organisationen informiert, mit deren Websites Software von OpenAI auf ungeplante Weise »interagiert« habe, teilte die KI-Firma mit. »Einige der betroffenen Websites werden von Regierungen, Universitäten, Behörden und anderen Institutionen betrieben«, hieß es. Man überlasse es ihnen, die Vorfälle öffentlich zu machen.

Zuletzt hatte die Regierung Australiens mit der Mitteilung für Schlagzeilen gesorgt, dass KI von OpenAI in eine Website des australischen Gesundheitssystems eingedrungen war.

Bilder ohne Verknüpfung zu Accounts

Im Fall der ins Netz geladenen Nutzer-Bilder verwies OpenAI darauf, dass die hochgeladenen Bilder von Usern stammten, die der Verwendung ihrer Daten zur Verbesserung der KI-Modelle zugestimmt hätten. Dabei würden personenbezogene Daten und die Verknüpfung zu konkreten Accounts entfernt und könnten auch nicht wiederhergestellt werden. OpenAI äußerte sich auf Anfrage nicht dazu, ob es sich um 53 Bilder handelte oder pro Vorgang mehrere Bilder hochgeladen worden sein könnten.

Das Eingeständnis ist die nächste Enthüllung in der Saga um KI, die in Testläufen – zunächst unbemerkt – problematisches Vorgehen an den Tag legte. In dem bisher aufsehenerregendsten Fall brach KI des ChatGPT-Entwicklers aus einer abgesicherten Testumgebung aus und drang ungeplant in Computer einer anderen KI-Firma ein, der Plattform Hugging Face.

Das veranlasste den Rivalen Anthropic, seine eigenen Testläufe zu überprüfen, wobei weitere Vorfälle ans Licht kamen. Auch der Facebook-Konzern Meta und Google räumten danach ein, dass ihre KI sich Zugang zu Computern anderer Unternehmen verschafft hatte.

jon/dpa