Angespielt Colin McRae Dirt
Dreck, das ist der richtige Untertitel für dieses Rallyespiel. War die Reihe bisher vor allem dem Realismus verpflichtet, so feiert sie mit "Dirt" den Spaß an allen Rennen, die sich gerne im Schlamm suhlen und deren Hauptvergnügen darin besteht, Autos dreckig zu machen. Und das geht bei "Dirt" richtig schön.
Immer noch folgt man in vielen Rennen den kryptischen Zahlenangaben des Beifahrers, fährt "60, links sechs, über Scheitel, rechts zwei" und fühlt sich wie einst Walter Röhrl im Audi Quattro. Oft aber fahren absurd aussehende Trucks durch die Wüste und wollen durch ein Horde anderer Trucks gesteuert und als erste ins Ziel gebracht werden. Auch Buggys laufen auf oder es werden einfach Runden im Matsch gedreht. Wo langjährige Jünger der Reihe Ausverkauf wittern, fängt für andere der Spaß erst an. Bei "Dirt" steigt man einfach ein und fährt los, um schnell zu gewinnen. Die richtige Technik lernt man später.
"Colin McRae Dirt" von Codemasters; für Xbox 360 und PC, ab 45 Euro; USK: Freigegeben ab 6 Jahren