Angespielt: Lost Planet - DER SPIEGEL
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Angespielt Lost Planet

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Eigentlich, so sagen Puristen, eigentlich zählt das Spiel und nicht die Darbietung. Auch wenn man diese Meinung teilt: Manchmal ist es toll, sich von der Präsentation eines Spieles einfach überwältigen zu lassen. Dann starrt man mit einer Mischung aus Abscheu und Bewunderung auf finstere Wesen wie den Riesenwurm aus "Lost Planet", fühlt fast, wie sich der Boden bewegt, durch den er pflügt, wie er Eis und Schnee beiseite schiebt.

"Lost Planet" sieht toll aus in seiner Mischung aus Eisplaneten, Anime-Figuren und alienartigen Fabelwesen. Wunderschöne Gegner sind es, die den verloren Planeten zu einer glaubhaften Welt machen. Eine Welt, bei der man die Heizung etwas aufdrehen möchte, so sehr zieht die Eiseskälte, die einem auf dem Bildschirm vorgegaukelt wird, durch das Zimmer. Unter dieser Oberfläche verbirgt sich ein recht altmodischer und gradliniger Shooter: Teils enervierend schwer, teils unglaublich leicht. Manchmal nervt das, aber eines schafft "Lost Planet" immer wieder: Es zieht Spieler in seinen Bann.

"Lost Planet" von Capcom, für Xbox 360  ca. 60 Euro; USK: Freigegeben ab 16 Jahren

Für Entdecker auf Eisplaneten und Monsterliebhaber

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