Angespielt: Midnight Club Los Angeles - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Angespielt Midnight Club Los Angeles

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Zurück zur Übersicht

Eine Ode an die Geschwindigkeit. Das ist die "Midnight Club"-Reihe seit Jahren. Hier geht es nicht darum, möglichst realistisch um Kurven zu driften, den besten Bremspunkt zu finden oder Stilpunkte zu sammeln, wie in anderen Rennspielen. Hier geht es allein um Geschwindigkeit, um den Rausch.

"Midnight Club" sucht den Moment, in dem der Gegenverkehr zu Lichtern wird, denen man ausweichen muss, Abzweigungen zu Löchern in Hausfronten und die Gegner zu Mitspielern, die man benutzen kann und muss. Zum Beispiel, indem man ihren Windschatten nutzt, um daraus voll zu beschleunigen. Es ist der Moment, in dem man nicht mehr nachdenkt, sondern instinktiv lenkt, Gas gibt und bremst. Der Moment, in dem man eins wird mit dem Bild. Das ist nicht realistisch und will es auch gar nicht sein.

Auch wenn Los Angeles recht originalgetreu nachgebaut ist, wenngleich etwas gestrafft und langweiliger Teile entledigt. So kann man die Promenade in Santa Monica entlangrasen, mit quietschenden Reifen über den Mulholland Drive jagen, oder auf dem Sunset Boulevard richtig Gas geben. Immer aber wurde darauf geachtet, dass dem Rennfluss kaum etwas entgegensteht. Bäume oder Straßenlaternen werden selbst beim Frontalaufprall nur kurz touchiert und führen nicht zum Crash, Treppen oder Teiche sind voll befahrbar, bremsende Mauern sind selten. Und so zählt bei "Midnight Club: Los Angeles" nur die Geschwindigkeit, der Flow. Und wer den gefunden hat, wird schnell süchtig.

"Midnight Club: Los Angeles" von Rockstar Games, für Playstation 3  und Xbox 360 ; ca. 60 Euro; USK: Ab 12 Jahren

Weiter zu: Fallout 3

Mehr lesen über

Verwandte Artikel