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Angespielt Silent Hill: Homecoming

"GTA IV" steigt in "The Lost and Damned" aufs Motorrad, "Resident Evil V" tauscht Grusel gegen Panik und "Noby Noby Boy" dreht und windet sich. Das und mehr bei den wichtigsten Spielen des Monats.
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Bei Videospielserien ist es wie mit guten Bekannten: Man kann sich lange Zeit nicht sehen, trifft sich dann wieder und hat sich viel zu erzählen. In der Zwischenzeit sind Dinge passiert , jeder hat sich verändert, weiß von spannenden Sachen zu berichten, und so kann man sich stundenlang unterhalten. Es gibt aber auch den umgekehrten Fall: Wenn man sich nichts mehr zu sagen hat oder nur noch nette Floskeln austauscht, um dann mit einem entschuldigenden Gähnen das Weite sucht und sich auf dem Heimweg fragt, ob der schon immer so war oder man sich erst jetzt nichts mehr zu sagen hat.

Ungefähr so geht es einem mit "Silent Hill: Homecoming". Das ist der inzwischen fünfte Teil einer Gruselserie, die spätestens seit dem zweiten Teil etwas ganz Besonderes war: Der Horror war subtil. Wo andere Spiele auf Zombiemassen und riesige Gegner setzten, war bei "Silent Hill" erst einmal gar nichts von dem Bösen zu sehen. Man konnte es ahnen, und das machte es bedrohlicher als jeder finstere Fiesling. Begleitet wurde das von einer Geschichte, die nicht plump Gut und Böse gegeneinander antreten ließ, sondern vielschichtig, fast psychologisch die Befindlichkeit des jeweiligen Protagonisten sezierte. Irgendwann schien klar, dass die Dämonen Ausgeburten der Vergangenheit, seelische Traumata, schlechte Träume waren. Das war grandios und so in Videospielen vorher nicht da gewesen.

"Homecoming" macht auf den ersten Blick wenig anders. Doch schon bald beschleicht einen das Gefühl, dass hier Entwickler am Werk waren, denen es mehr darum ging, das Alte zu konservieren, als die Serie weiter zu entwickeln. Vielleicht liegt es daran, dass die Serie von den japanischen Erfindern an ein amerikanisches Studio übergeben wurde. Und dieses zu sklavisch an einem vermeintlichen Erfolgsrezept festhielt, oder auch zu ehrfürchtig gegenüber dem Ruhm der Serie war. "Homecoming" ist dabei kein schlechtes Spiel. Es erfüllt den Plan - solide, voraussehbar und wenig überraschend. Und das ist zu wenig für ein "Silent Hill".

"Silent Hill: Homecoming" von Konami für PC, Playstation 3 und Xbox 360 , ab 40 Euro; USK: keine Jugendfreigabe

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