Angespielt: Stalker - DER SPIEGEL
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Angespielt Stalker

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Spiele mit einem realen Hintergrund haben oft ein Problem: Sie benutzen diesen Hintergrund als Kulisse, ohne ihn wirklich zu verstehen, oder ihn überhaupt verstehen zu wollen. Krieg wird so oft genug zur coolen Action. „Stalker“ macht das anders: Es nimmt die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, mischt das mit Tarkowskijs Film „Stalker“ und baut daraus eine Mischung aus Actiongame und Rollenspiel, die vor allem eins ist: unheimlich. Das Spiel lässt einen in jedem Moment das Unbegreifliche spüren, das aus einer bewohnten Gegend eine Geisterlandschaft gemacht hat. Man meint zu merken, dass die Entwickler des Spieles in der Ukraine sitzen, mit dem Unglück aufgewachsen sind, sich die Gegend angeschaut haben, die Leere erfahren.

Ernsthaft ist das Spiel, teils altmodisch zu bedienen und besitzt noch viele kleine Macken. Der Spannung aber und dem Grauen mit dem man sich konfrontiert sieht, tut das keinen Abbruch. „Stalker“ schafft es, einen realen Hintergrund in ein Spiel zu übersetzen und dabei spüren zu lassen, wie ein Überleben in einer Todeszone aussehen könnte. Und die Antwort ist keine schöne. (Mehr zu "Stalker" lesen Sie hier).

„Stalker“ von THQ, für PC, ca. 45 Euro; USK: keine Jugendfreigabe

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