Angespielt The Darkness
Warum sind eigentlich die besten Spiele so brutal? Warum berühren einen gerade Spiele wie "Max Payne" oder "Half Life 2" und nicht das neueste "Harry Potter"-Game? Vielleicht wird man vom Kugelhagel weich gemacht und ist empfänglicher für Botschaften. Vielleicht aber bringt einen das Düstere auch mit der eigenen Finsternis in Kontakt. Genau darum geht es in "The Darkness", einem auf einem Comic basierenden Spiel.
Die Dunkelheit ist es, die von Jackie Estacado Besitz ergriffen hat und das ist ganz wörtlich zu verstehen. Dem Mafia-Handlanger in Ausbildung wachsen bei schlechter Beleuchtung Fangarme aus dem Körper. Tentakelartige Körperteile schleichen sich heimlich an den Feind an, und Kobolde, die Gegner heimtückisch anfallen, können beschworen werden. Heimtücke und Schadenfreude spürt man ob dieser neuen Waffen manchmal aber auch Schrecken.
Gerade dann, wenn die Geschichte den Schauplatz New York verlässt und sich auf die düsteren Schlachtfelder der Seele zurückzieht, die hier wie ein entstellter erster Weltkrieg erscheinen. Das ist hässlich und brutal, gleichzeitig aber anrührend und menschlich nicht nur, weil "The Darkness" das erste Actionspiel ist, das Sonderpunkte für Romantik vergibt.
"The Darkness" von 2K Games, für Xbox 360 und Playstation 3; ca. 60 Euro; USK: Keine Jugendfreigabe
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