Angespielt Tomb Raider: Anniversary
Über die Verdienste von Lara Croft für die Videospiele braucht man kaum Worte zu verlieren, über ihre Spiele wollte man es irgendwann nicht mehr. Das letztjährige "Legend" hat Lara Croft nach einer Reihe langweiliger bis schlechter Versuche rehabilitiert und den Boden bereitet für "Anniversary".
Und das ist das schönste und vielleicht auch beste "Tomb Raider"-Spiel geworden. Was tief gestapelt als Remake des ersten "Tomb Raider"-Spiels verkauft wird, ist deutlich mehr als nur eine grafisch umwerfend gut aussehende Neuauflage: Es ist ein komplett neues Spiel, das die Orte des Klassikers als groben Leitfaden benutzt und sie neu zusammensetzt, ihre Atmosphäre einfängt und zu einem Labyrinth zusammenbaut, durch das man gerne klettert. Dabei sucht man nach Wegen durch komplexe Räume und auch der zehnte Sprung in den Tod kann einen nicht davon abhalten, den richtigen Weg zu suchen. "Tomb Raider: Anniversary" ist eine kleine Ode an das Erforschen, das Suchen und Entdecken. Dabei stören auch die Gegner kaum, die mit wenig Widerstandskraft ausgestattet sind. Nur zum Schluss hin gibt es einige Sprungpassagen, die einen dann doch irgendwann in die Tastatur beißen lassen. Aber das sind nur kleine Schönheitsfehler.
"Tomb Raider: Anniversary" von Eidos; für PC und Playstation 2, ab 35 Euro; USK: Freigegeben ab 12 Jahren
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