Spielzeug Hauptsache korrekt
Dave? Dahave? Ist Dir warm genug, Dave?
Keine Uhr, kein Kunstwerk: The One, der Heiz-Monolith
Mit The One scheint die schwedische Designer-Truppe No Picnic die perfekte Universal-Lösung für kleine Wohnungen geschaffen zu haben. Hübsch an die Wand gehängt dient die schwarz verspiegelte Hochglanz-Oberfläche erst einmal dem Narziss in uns als Spiegel. Darüber hinaus fungiert er dank rückseitig angebrachter Leuchtelemente als indirekte Beleuchtung und zeigt über ein dezent hinter dem Glas angebrachtes Display Uhrzeit und Datum an.
Vor allem aber ist er ein Heizkörper, der wahlweise an einen Warmwasser-Heizkreislauf angeschlossen oder per Strom aus der Steckdose aufgeheizt werden kann. Das man beim betrachten dieses Multifunktions-Heiz-Monolithen unwillkürlich an Stanley Kubricks Film-Klassiker "2001: A Space Odyssey" denken muss, ist sicher kein Zufall und dürfte durchaus verkaufsfördernd wirken.
Mauser: Die Dockingstation löst die Designer-Hifi-Anlage ab. Weiter...
Der Power-Tower
Sehr chic: Die MP3-Player-Dockingstation mausert sich zur Design-Hifi-Anlage
Nichts genaues weiß man nicht. Aber seit einigen Tagen machen Informationen und Bilder zu einem neuen iPod-Dock aus dem Hause Philips die Runde. Das recht imposant anzuschauende Gerät soll demnach auf den Namen "Docking Entertainment System DCM270" hören und sowohl Apples iPod als auch Philips hauseigenen MP3-Playern der GoGear-Serie als tönende Heimstatt dienen können. Nicht zu vergessen, dass sogar CDs damit abgespielt werden können.
Über diese, zugegeben etwas kargen, Informationen hinaus mochte sich bisher noch niemand zu dem Ton-Turm äußern. Weder genaue Leistungsdaten, noch ein möglicher Preis sind bisher bekannt. Nur so viel dürfte sicher sein: bei der rechteckigen Öffnung im unteren Drittel handelt es sich vermutlich nicht um einen Eiswürfelspender. Wahrscheinlicher ist, dass sich hier tief tönende Bassfrequenzen den Weg ins Freie bahnen.
Im nächsten Teil: Navi mit Ortsbewusstsein - GPS-ähnliche Performance für Momente ohne GPS. Weiter...
GPS auch ohne GPS
Navi mit "Bewusstsein": Verliert den Kopf nicht, auch wenn es mal durch einen Tunnel geht
Portable Navigationsgeräte haben gegenüber fest eingebauten Lösungen einen prinzipbedingten Nachteil: sobald der Kontakt zu den Satelliten des GPS-Systems abbricht, verlieren sie die Orientierung. In den Häuserschluchten von Großstädten und bei Fahrten durch Tunnel passiert das schnell mal.
Sonys neuer Navi NV-U81T soll dieses Problem per Hightech überwinden. Mit Hilfe von Beschleunigungs- und Drucksensoren kann er, so Sony, aus den zuletzt verfügbaren GPS-Daten, dem Höhenunterschied und der Beschleunigung die zurückgelegten Wege errechnen und sich so auch ohne GPS zurechtfinden. Ein neues Haft-Gel soll ihm dabei die notwendige Standfestigkeit an der Fronscheibe oder auf dem Armaturenbrett verleihen.
Über diese Extra-Portion Innovation hinaus bietet der Sony-Navi eine gehobene Standard-Ausstattung. Kartenmaterial von 37 Ländern, inklusive Westeuropa, ist auf einer 4 GB-Festplatte vorinstalliert. Verkehrsmeldungen, aus denen das Gerät automatisch Umleitungen berechnen kann, werden über einen eingebauten TMC-Empfänger geladen. Via Bluetooth taugt der Apparat zudem als kabellose Freisprech-Anlage für Handys. Der Preis in Höhe von 499 Euro scheint bei diesem Funktionsumfang angemessen. Als Weihnachtsgeschenk taugt der japanische Navigator dennoch nicht. Sony will erst im Januar 2007 mit der Auslieferung beginnen.
Der Wecker, neu durchdacht: Innovationen müssen nicht teuer sein - manchmal reicht eine gute Idee, eine vermeintlich ausgereizte Technik neu zu erfinden. Weiter...
Der Dreh mit der Uhr
Billig und genial: Wecker, Uhr, Thermostat und Kalender - je nachdem, wie herum sie steht
Die Multifunktions-Uhr von Muji gibt dem Begriff "Interface" mal eine ganz neue Note. Jede der vier Seiten der Uhr steht für eine bestimmte Funktion und ist entsprechend beschriftet, also "Uhrzeit", "Weckzeit", "Kalender" und "Temperatur". Um eine dieser Funktionen auszuwählen genügt es, die Uhr so zu drehen, dass der entsprechende Schriftzug oben steht.
Das ist so grandios einfach, dass es wirklich jeder kapieren muss. Das einzige Problem dürfte sein, dass aus lang erlernter Gewohnheit wohl niemand von selbst auf die Idee kommen würde, an einer Uhr herumzudrehen. Also muss man wohl doch wieder die Bedienungsanleitung lesen, um dahinter zu kommen, wie einfach das Leben eigentlich sein könnte. Bei einem Preis von 5,95 britischen Pfund (ca. 8,85 Euro) sollte man dieses Kleinod der Benutzerfreundlichkeit dem einen oder anderen Betriebssystem-Entwickler unter den Tannenbaum legen.
Matthias Kremp