Spielzeug Palm gibt Gas
Gerüchte über ein neues Smartphone von Palm machten schon seit Monaten die Runde, nun hat der Hersteller sein Geheimnis gelüftet. Die Mehrheit der Gerüchteköche dürfte von dem jetzt vorgestellten Treo 500v aber nur mäßig begeistert sein. Schließlich war im Vorfeld davon die Rede gewesen, Palm werde sich mit dem unter dem Codenamen "Otto" entwickelten Gerät vom bisherigen Treo-Design abwenden und etwas vollkommen Neues, Innovatives vorstellen - doch soweit ist es offenbar noch nicht.
Stattdessen liefert Palm mit dem 500er nicht weniger, aber auch nicht mehr als eine Weiterentwicklung der bestehenden Produktlinien. Als Basis dient nicht etwa das Palm OS, sondern Microsofts Windows Mobile 6 in der "Standard"-Ausführung. Für eine schnelle Netzanbindung sorgt UMTS. Auf das noch schnellere HSDPA muss man allerdings verzichten. Für Schnappschüsse und kurze Videos ist eine Zwei-Megapixel-Kamera eingebaut.
Bis zum 1. Januar 2008 wird der neue Palm in Deutschland exklusiv bei Vodafone zu bekommen sein. Entsprechend ist ein direkter Zugang zum Live-Portal vorinstalliert. Außerdem hat der Hersteller Google Maps, Hotmail, Yahoo, Gmail sowie ein E-Mail-Programm aufgespielt.
Ab Oktober soll der neue Treo erhältlich sein. Über den Preis machten bislang allerdings weder Palm noch Vodafone verlässliche Angaben. Einzig die Formulierung "günstig" beziehungsweise "deutlich günstiger als der Treo 750v" fiel mehrfach. Da der 750v von Vodafone derzeit für 95,50 Euro angeboten wird, kann man orakeln, dass der Treo 500v zu einem Preis angeboten werden wird, der grob geschätzt irgendwo zwischen 10 und 50 Euro liegen dürfte - inklusive Mobilfunkvertrag, versteht sich.
Lenovos Spar-PC
Blau macht glücklich - oder hilft doch zumindest, Produkte geschickt zu vermarkten: Das erprobt derzeit auch die Auto-Industrie. Auf den "Blau-ist-gut-und-umweltfreundlich"-Zug springt jetzt auch der PC-Hersteller Lenovo auf. Unter dem Projektnamen BlueSky, also "blauer Himmel", stellt die Firma einen Desktop-PC vor, der im Normalbetrieb bescheidene 45 Watt Strom verbraucht - also deutlich weniger als Standard-PCs, die selbst in sparsamen Ausführungen gut das Doppelte verheizen. Sind ein fixer Prozessor und eine schnelle Grafikkarte eingebaut, gehen aber auch gerne mal mehrere Hundert Watt durch den Kamin.
Den Stromspar-Trick schafft das "Thinkcentre A61e" genannte Gerät durch Verwendung der neuesten Spar-Prozessoren aus dem AMD-Regal. Nach eigenen Angaben ist der PC-Konzern die erste größere Firma, die diese CPUs einsetzt. Dadurch sind die zu 90 Prozent aus recyclingfähigen Materialien aufgebauten PCs zwar keine Rechen-Raketen, für den Büro-Einsatz aber allemal gut gerüstet. Die Preisliste beginnt in den USA bei 400 Dollar. Ab Oktober sollen die Spar-PCs lieferbar sein.
Ein Navi, das versteht
Umständliches und gefährliches Herumhantieren am Navigationsgerät während der Fahrt soll mit dem Falk N240L Europe der Vergangenheit angehören. Zwar lässt sich das Gerät auch auf herkömmliche Weise bedienen, bietet aber eine Sprachsteuerung für etliche Funktionen, darunter auch die Zieleingabe. Der Hersteller verspricht, dass das auch wirklich funktionieren soll - sogar wenn man schwäbelt.
Ansonsten bietet das neue Falk alles, was bei Navis derzeit angesagt ist: Eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, einen TMCpro-Stauwarner, Karten für 37 Länder West- und Osteuropas sowie die Möglichkeit, multimediale Stadtführer auf Basis der Marco-Polo-Reiseführer zu nutzen. Ein Höchstgeschwindigkeitswarner, der abhängig von jeweiligen Begrenzungen vor zu zügiger Fahrt warnt, ist auch eingebaut. Da wird der nächste Italien-Urlaub vielleicht etwas billiger. Der N240L Europe ist mit 369,95 Euro allerdings nicht billig.
Freisprechen per iPod
Das typische Dilemma eines iPod-Nutzers: Man ist unterwegs, lässt sich vom Apple-Player Musik in die Gehörgänge spülen und bekommt deshalb nicht mit, wenn das Handy bimmelt. Und selbst, wenn man so schlau war, den Vibrationsalarm zu aktivieren, muss man hektisch das Handy aus der Tasche fummeln und die Kopfhörer aus dem Ohren reißen, um den Anruf nicht zu verpassen - könnte ja wichtig sein.
Die Lösung für dieses Problem nennt Hersteller Gear4 BluEye. Das kleine Ding wird wie Apples einstige iPod-Fernbedienung (schön war die Zeit mit ihr) zwischen iPod und Kopfhörer gestöpselt. Das Handy wird per Bluetooth angekoppelt. Bei eingehenden Anrufen hält BluEye die Musik an und zeigt die Nummer des Anrufers auf dem iPod-Display an. Das Gespräch wird per Tastendruck angenommen. Eleganter wäre es, wenn anstelle der Nummer der Name des Anrufers erscheinen würde. Natürlich kann man auf ganz ähnliche Weise auch selbst Anrufe tätigen, der iPod wird quasi zur Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Als nettes Extra ist ein UKW-Radio eingebaut, eine Funktion, die dem iPod bislang fehlt. Der Preis für diesen Komfort: knapp 90 Euro.
Gold-Speicher
Sogar Daten werden jetzt in wertvolle und weniger wertvolle aufgeteilt. Unter dem Motto "Deine Daten sind kostbar", preist die französische Firma La Cie eine externe Festplatte im Gold-Look an. Hier soll ganz offenbar das scheinbar edle Material nicht nur für eine teure Optik sorgen, sondern vor allem eine Aura des Besonderen um die darin gespeicherten Daten weben.
Den Bits und Bytes dürfte freilich vollkommen egal sein, ob sie einem schwarzgrauen Plastikkasten oder in einem goldenem Käfig archiviert werden. Weit interessanter als die güldene Farbgebung ist die organisch-fließende Außenhülle, die der französische Designer Ora-Ïto gestaltet hat. Trés chic - sofern Putztuch und Staubwedel zur Hand sind. Im US-Shop des Unternehmens ist der Gold-Speicher bereits für 189 Dollar vorbestellbar, der deutsche Shop beschränkt sich noch auf eine Ankündigung.